Interview mit Mirko Padubrin (Antivote)

„Es ging mir darum, ohne stilistische Ausreißer auszukommen“

Mirko Padubrin, Antivote (facebook.com/Antivote-216225891874363)

In Zeiten von Social Media, Fake News und Informationsüberflutung sieht sich unser Wahrheitsbegriff massiv bedroht. Was soll man noch für wahrhaft wirklich halten? Welchen Quellen kann man vertrauen? Woran darf man guten Gewissens überhaupt noch glauben? Mirko Padubrin, kreativer Kopf der nordsächsischen Dark Electro-Schmiede Antivote, hat sich anlässlich seines dritten Albums eingehend mit dieser hochaktuellen Thematik auseinandergesetzt. Ohne dabei hektisch herbeigeführte Kurzschlüsse abzuleiten.

Vielmehr dominiert auf Stages To Verity (Echozone/Bob-Media) eine Art lauernde Skepsis, die sich auch in den matt abgedunkelten und atmosphärisch gesättigten Klangbildern des Albums widerspiegelt. Dieser Eindruck könne aber auch dem soeben abgeschlossenen Produktionsprozess geschuldet sein, vermutet Mirko Padubrin. „Ich habe mir diesmal – im Vergleich zu den beiden ersten Alben – wesentlich mehr Zeit gegönnt und mehr Sorgfalt walten lassen. Hierbei hat sich auch mein neu konfiguriertes Equipment bewährt. Es ging mir darum, ein Album wie aus einem Guss zu gestalten, das ohne stilistische Ausreißer auskommt. Und ich denke, es ist mir gelungen. Gemeinsam mit meinen Mitstreitern, deren Ideen ich sehr gerne aufgreife.“ Fürwahr.

Ist er vielleicht sogar ein wenig stolz auf Stages To Verity? „Zunächst einmal bin ich zufrieden, da ich meine selbstgesteckten Ziele erreicht habe. Stolz empfinde ich vielleicht wenn ich merke, dass die Scheibe von alten und neuen Fans gut aufgenommen wird.“ Selbstredend freut er sich bereits auf die sich bald ergebenden Gelegenheiten, das neue Material auch live zu präsentieren.

„Mit Ulf Nürnberger haben wir neuerdings einen rundum erfahrenen und entsprechend kompetenten Schlagzeuger dabei, der unseren Live-Sound mit jeder Menge Dynamik und Drive versehen wird.“ Was bedeutet, dass Sebatian Voigtmann von den Fellen an die (fortan auch prononcierter eingesetzten) Saiten wechselt, während Ronny Lippold als Techniker der Truppe nicht zuletzt dafür Sorge trägt, dass Antivote auch live genauso klingen, wie sie selbst tatsächlich klingen wollen.

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