Interview mit Mirko Padubrin (Antivote)

„Es ging mir darum, ohne stilistische Ausreißer auszukommen“

Antivote: „Stages To Verity“ (Echozone/Bob-Media)

Diese Form der Identitätswahrung gutheißend, kommen wir auf die inhaltlichen Dimension von Stages To Verity zu sprechen. Und somit auf den hier verbrieften Appell an die Hörer, sich zunächst des eigenen Verstandes zu bedienen, wenn es darum geht, den Wahrheitsgehalt von (medial vermittelter) Information zu prüfen. Laut Mirko Padubrin sei es wichtiger denn je, sich gegen das Nonstop-Geschwätz der Meinungsmache zu wappnen. Und nicht alles gleich für bare Münze zu nehmen, nur weil es einem gerade mal ins eigene Weltbild passt.

„Die aktuelle Diskussion um die Ursachen des Klimawandels verdeutlicht das Problem. Die Erkenntnis, dass sich das Klima seit jeher wandelt, ist nicht neu. Und unbestreitbar. Neu ist jedoch ein an Hysterie grenzender Aktionismus, der uns glauben machen will, dass Elektroautos oder der Verzicht auf Plastiktüten die Welt retten könnten.“ Natürlich befürworte er Umweltschutz und Arterhalt, doch nicht um den Preis einer um sich greifenden Verblendung, von der letztlich nur die jeweiligen Wortführer und Trittbrettfahrer persönlich profitierten.

Dass es Mirko Padubrin und seinen kollegialen Ideengebern mit Stages To Verity gelungen ist, die generelle Verunsicherung in unserer Gesellschaft anhand eines nachdenklich stimmenden und bedächtig formulierten Klanggewands zu kommentieren, darf mit Fug und Recht als ein Glücksfall für die Szene anerkannt werden. Mit einer unaufgeregt nonkonformen Haltung – sowie einem musikalisch subtil argumentierenden Gespür für die Zweifel an herrschenden Meinungen – distanzieren sich Antivote von einem Business, in dem sich üblicherweise stets nur derjenige durchsetzt, welcher am lautesten schreit.

Stages To Verity – Promo Mix:
youtube.com/watch?v=65ZxtOLnWRg

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