teepee - Where The Ocean Breaks

Gut durchlüftete Schwermut

teepee: „Where The Ocean Breaks“ (SPRINGSTOFF)

Elegant gestalteter Dreampop, der sich seiner juvenilen Frische keineswegs schämt, bieten Tereza Lavičková und Miroslav Patočka alias teepee auf ihren zweiten Longplayer Where The Ocean Breaks der morgen auf dem Berliner queer-feministischen Label SPRINGSTOFF offiziell erscheint. Inspiriert von seinen Reisen nach Indien und ins Baskenland (eine vielversprechende Kombination), entfaltet das Duo luftig-leichte Sounds, die sich zu griffigen Songs bündeln, welche sich dennoch ins Gemüt schleichen.

Denn ein schwermütiges Element schwingt stets mit. Ganz so, wie es das Genre gerne hat. Da fällt es mitunter schwer, das „gewisse Etwas“ zu destillieren. Doch das fällt bei den aktuell angesagtesten Vertretern des Dreampop (wie etwa Beach House) auch nicht immer leicht. So man nicht auf die Nuancen achtet. Auf Eigenheiten, die sich im Flow eines Songs oftmals verflüchtigen.

Und so ist man gut beraten, auch gegenüber teepee fair zu bleiben, Where The Ocean Breaks nicht vor ein inneres Schnellgericht zu zerren. Vielmehr steht es zu honorieren, dass die Tschechen Gleichförmigkeit nach Schema F scheuen. Und – obwohl jeder Song sein Eigenleben entwickelt – das Album als Ganzes funktioniert. Die Vorboten Heavenly Gates und Parallel Worlds (sowie das an sich traurig entrückte, von mehrstimmigem Gesang jedoch wieder geerdete Runnig Around) sollten diese nicht sonderlich gewagte These exemplarisch absichern.

Heavenly Gates:
youtube.com/watch?v=qvW8JL_b1ZQ

Parallel Worlds:
youtube.com/watch?v=C-5golyEkqg

facebook.com/teepeeband

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