Madsius Ovanda - Talking Underwater

Empathische Passung

Madsius Ovanda: „Talking Underwater“ (popup-records/Soulfood)

Die von der Hauptstadt aus agierenden, sich selbst produzierenden Musikerinnen Carina Madsius und Pia Ovanda zelebrieren auf ihrem – in Fachkreisen bereits seit längerem herbeigesehnten – Debütalbum Talking Underwater (popup-records/Soulfood) einen kaum fassbaren Mix aus entschleunigt destillierten R’n’B-Versatzstücken, verführerisch taumelndem (Dream-)Pop und eigenartigen Soundexperimenten. Da klingt vieles an. Doch die Souveränität, mit der Madsius Ovanda ihre musikalischen Anliegen formulieren, lässt kaum einen direkten Vergleich zu. Sondern zieht sofort in einen Bann, der ins respektvolle Staunen versetzt.

Die auf Anhieb gebotene Qualität rechtfertigt die Reklame: Selbst wenn das Duo zwischenzeitlich tendenziell auf die gewerblich kompatible Karte setzt, überwiegt der Eindruck eines Projekts, das sich um jegliche Kompatibilität kaum Gedanken macht. Sondern vielmehr auf jenen schwesterlich geteilten Instinkt setzt, der intim gewachsene Innerlichkeit mit expressiver Überzeugungskraft paart.

Im Vollzug ihrer von der Liebe zu klassischer Musik und dem Jazz getränkten Ambition, scheint den beiden Unerschrockenen nahezu jedes – ihnen probate – Mittel recht. Was woanders mangels Mut nicht passt, wird von ihnen passend gemacht. Sie weichen von den üblichen Pfaden ab. Und gelangen dennoch – Song für Song – ins eigenmächtig veranschlagte Ziel. Dass sie mit ihrem Debüt gleich sämtliches Pulver verschossen haben, gilt indes als ausgeschlossen. Stay Forever.

Moving Forward:
youtube.com/watch?v=x_gU5eztf6s

Past Is Past:
youtube.com/watch?v=JORO-xrkV1Q

01.04. Ludwigshafen (DasHaus)
02.04. Nürnberg (Blok)
03.04. Kempten (Künstlerhaus)
04.04. München (Milla)
05.04. Leipzig (Neues Schauspiel)
07.04. Köln (Subway)
08.04. Hamburg (Häkken)
09.04. Berlin (Auster Club)

facebook.com/madsiusovanda

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