Gold Cage - Social Crutch

Vom Schönen und Erhabenen

Gold Cage: „Social Crutch“ (Felte)

Extrem gut gelungen: Social Crutch (Felte). Ende der Durchsage. Nein, dann doch nicht?! Nun denn, Yo La Tengo in straight, Low auf schnell, My Bloody Valentine ohne Drogen, was wollt ihr noch?! Maoam?! Oder eben Gold Cage, ein Trio aus der Stadt der Engel, das ein wunderbares Album vorlegt, mit dem sich an die vierzig Jahre Musikgeschichte brechen lässt. Unberechenbar.

Neun Songs, ein Album, das Leben geht weiter. Und doch bleibt sie hängen, diese buttrige Melange aus psychedelisch angehauchtem Shoegaze, der gerne in die Gefilde des Postpunk schielt. Oder in die des ätherischen Wave. Spannungsbögen oszillieren, die Orientierung geht drauf. Social Crutch zu empfinden, gleicht der Vorstellung eines Supermarkts, in dem es alles gibt, was man nicht braucht, möchte oder will.

Und dann hat man auch noch das Portemonnaie vergessen.

Die Essenz eines diffusen Genres – Mony Katz, Cole Devine und Sage Ross scheinen sie verinnerlicht zu haben. „Magnetism to shine“. Und Mutter Erde dreht sich weiter. Schöner als je zuvor. Weil entschleunigt, degeneriert. Herrlich weiblich über sämtliche Zweifel erhaben. Basta.

Halcion:
youtube.com/watch?v=HmIyJ6szoQU

Repeater Kember:
youtube.com/watch?v=m_jq-igsAzk

felte.net
goldcagemusic.com
facebook.com/higoldcage

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