Al Di Meola - Across The Universe

Alles so einfach

Al Di Meola: „Across The Universe“ (earMusic/Edel)

Al Di Meola, Risiken scheut er nicht. Sich den Fab Four zu widmen, deren Vermächtnis namens Abbey Road ins anfängliche Zentrum zu rücken, um dann doch noch Yesterday zu covern. Da bleibt erst mal die Spucke weg, wie man so sagt. Doch allein die Virtuosität, mit der Al Di Meola den Originalen auf seinem (!) Album Across The Universe (earMusic/Edel) auf die Pelle rückt, entzückt.

Der Song Across The Universe ist übrigens nicht vertreten. Ob Al Di Meola da Respekt vor Laibach hatte (an deren Beatles-Bearbeitung – Let It Be – sei an dieser Stelle erinnert)?! Wie dem auch sei: Dass es sich bei Al Di Meola um einen der versiertesten Gitarristen dieses Planeten handelt, muss an dieser Stelle nicht diskutiert werden. Was Across The Universe so einnehmend macht, ist die herrliche Übergriffigkeit, mit der sich Al Di Meola das fremde Repertoire zu eigen macht.

Norwegian Wood, um nur ein Beispiel zu geben, wird unter seinen Fingern zu einem Parforce-Ritt durch sämtliche Gefilde, die von John, Paul, George und Ringo nur angedacht wurden. Wie es Al Di Meola gelingt, seine technische Könnerschaft nicht ins Sterile abgleiten zu lassen, beeindruckt ohne Ende. Und sogar bei dem eigentlichen No-Go (Yesterday) trifft die gewählte Tonalität ins Herz der Angelegenheit.

Dass Al Di Meola sein (!) Album mit dem Ringo-Kinderlied Octopus’s Garden ausklingen lässt, generiert weitere Sympathiepunkte. Und nichtsdestoweniger lässt uns dieses Genie spüren, wie wenig Exaktheit und Gelassenheit trennt. Fantastisch!

Strawberry Fields Forever:
youtube.com/watch?v=__cvKFyqfiQ

24.04. Hamburg (Fabrik)
25.04. Wendelstein (Eventhalle)
26.04. Stuttgart (Theaterhaus am Pragsattel)
30.04. Essen (Alfred Krupp Saal)

aldimeola.com
facebook.com/AlDiMeolaMusic

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