OIL - Naturtrüb

Zeitlos Clüver

OIL: „Naturtrüb“ (Staatsakt)

Inwiefern, obwiefern, scheißegal: Naturtrüb (Zickzack/Broken Silence), das Produkt von „Herren“, Verfechtern der Fächer „Comics und Verwirrungsschriften“ rasseln auf ihrem Erstwerk eine fußläufige Treppe runter, die des Witzes ebenbürtig ist. Oder eigenmächtig? Der Weltgeist spricht sein Wörtchen mit wenn Reverend Christian Dabeler, Timor Mosh Çirak, Gereon Klug und Grandseigneur Maurice Summen kopfüber den ganz normalen Wahnsinn anstimmen. Auch als Roman erhältlich.

Die Eröffnung, Frack It, ist so ziemlich die beste deutsche Disko-Nummer seit Helge Schneider (Disco, Disco…). Der Rest – unter anderem – ein Aufgriff von Heinz Strunk und seiner schon heute legendären Masturbationshysterie. Die „ganz große Komik“ wird dann gegen Schluss ausgepackt: Du ich meld mich später. Loriot und Heino und Heino Jaeger lassen grüßen.

Ein frohgemuter Jam – Naturtrüb – lässt zwanzigminütig plus ausklingen, was hier Am- und Asbach ist. Underperformance als Chance. Ja ja. Und – auch ich krieg keinen mehr hoch, nur um mich an der baren Größe der Entfaltung zu erfreuen. Im fiebrig überwürzten Alltag, die Platte zur Zeit. Was die Spex wohl geschrieben hätte?!

Frack It:
youtube.com/watch?v=5Yi0rp7IlwM

facebook.com/Frackit

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