Julian Rachlin wird am 24. Juni mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, jedoch in Karlsruhe zum Ehrenjahr Beethovens sowohl dessen Violinkonzert D-Dur, das sich weder seiner motivischen Entwicklungsdynamik nach noch in harmonischer Hinsicht bescheiden gibt, spielen als auch die 6. Symphonie F-Dur selbst dirigieren.

Der Welttournee-Geiger und Dirigent Julian Rachlin ist am 24. Juni 2020 zu Gast im Karlsruher Konzerthaus … anlässlich eines symphonischen Double Feature aus dem Werk Beethovens (Andreas Praefcke, Februar 2012, CC-Liz.).

Die pandemiebedingte Verschiebung des Termins vom 22. Mai um einen Monat nach vorne ist zwar zu bedauern, aber die „Pastorale“ sieht ein Sommergewitter vor – und dies passt (vermeintlich?) besser zu meteorologischen Ereignissen am Ende der ersten Jahreshälfte … weshalb es wohl auch nicht an der freien Luft, vielmehr um 19.30 Uhr im Konzerthaus am Festplatz stattfinden wird.

Pietro Mascagni (1863 – 1945) vollendete seine bekannteste Oper ‚Cavalleria Rusticana‘ 1890; daraus erklingt im Prager Klementinum das bekannte ‚Intermezzo‘ (Bushnell, Fotogr. 1903, San Francisco, Library of-Congress, US p.d.).

Bereits am Sonntag, den 3. Mai um 20 Uhr können, wenn auch unter dem Vorbehalt einer vielleicht noch untersagten Einreise aus dem Ausland, Prag-Besucher ein abwechslungsreiches Konzert im dortigen Klementinum miterleben. Die dortige Spiegelkapelle ist nur ein Refugium innerhalb eines riesigen, seit der Barockzeit entstandenen Baukomplexes, allerdings auch sein „Herz“, das für viele geistliche Anlässe und Konzertveranstaltungen dort schlägt. Zu hören sind außer dem krönenden Abschluss mit Pietro Mascagnis Intermezzo aus der Cavalleria Rusticana ein Ausschnitt aus Dvořáks Biblischen Gesängen, Mozarts f-Moll-Fantasie und Ausschnitte aus Vivaldis Vier Jahreszeiten.

Vor der Bühne der Roy Thomson Hall Torontos (Ivan Hernández, 3.4.2012, CC-Liz.), wo sich am 13. und 14. Mai 2020 die geborene Kanadierin Angela Hewitt und der rumänische Dirigent Cristian Macelaru die Ehre geben werden.

Pianistin Angela Hewitt und der Dirigent Cristian Macelaru wollen sowohl am Mittwoch, den 13. Mai um 20 Uhr als auch zur selben Zeit am Donnerstag, den 14. Mai das Publikum in Torontos Roy Thomson Hall mit Matthew Whitalls Nameless Seas für Klavier und Orchester und Tschaikowskys 6. Symphonie <Pathétique> verzaubern. Whitall, Jahrgang 1975, studierte in Montreal, siedelte aber 2001 nach Finnland über. In Helsinki arbeitet er an Kompositionen verschiedener Genres, wobei ihn thematisch besonders Naturphänomene und Landschaftsmalerei inspirieren; immer wieder unternimmt er schöpferische Ausflüge auch auf das Feld elektronischer Klangerzeugung. Nach längeren Aufenthalten in Paris und insbesondere etlichen Jahren weltweiter Klaviertourneen mit der britischen Hauptstadt als Dreh- und Angelpunkt ist die kanadische Pianistin Angela Hewitt nun in ihre Heimat Kanada zurückgekehrt.

 

 

Von Dr. Hanns-Peter Mederer

Kulturwissenschaftler aus München; Studium der Literaturwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Musikwissenschaft und Gräzistik vor allem an der Universität Hamburg, seither tätig im Verlagsgeschäft und in der Publizistik, besondere Interessensgebiete: Reisen und Musik verschiedener Länder.