Luke Elliot - The Big Wind

Summen im Sturm

Luke Elliot: „The Big Wind“ (Ferryhouse Productions/Rough Trade)

Als Luke Elliot mit seinem Debütalbum Dressed For The Occasion vor rund vier Jahren auf Tour ging, versprach er, dass sein Zweitling noch viel besser werden würde. Und – er hat Wort gehalten: The Big Wind (Ferryhouse Productions/Rough Trade) zieht dem Hörer die Mokassins von den Zehen. Tolle Melodik, fulminante Produktion – und eine Stimme, seine, die zart in sämtliche Nacken beißt.

„Diese [neuen] Songs behandeln einen Sog in Richtung einer etwas stabileren Existenz. Als ich das Album schrieb hatte ich kein festes Zuhause. Aber ich habe mein Lotterleben irgendwie hinter mir gelassen, habe meine Frau getroffen und hab mich zusammengerissen, um dieses Album zu machen. Jeder muss mal erwachsen werden”, meint Luke Elliot. Ach, so richtig will man seinen Worten keinen Glauben schenken. Aber „gereift“ ist er auf jeden Fall.

Und prompt machen Namen die Runde: Nick Cave, Tom Waits. Bob Dylan gar. Das ist unfair! Luke Elliot verfügt über einen unverwechselbaren Charme, – sowie über eine sehr eigensinnig pointierte Sprache, die übliche Vergleiche ins Abseits stellt. Wenn er nicht schon seine Frau gefunden hätte, – man wollte ihn heiraten. Cremiges Crooning, exakt dosierte Cello-Arrangements, folkloristische Avancen: ach, hört doch selbst: Ad hoc Mitsummen ist angesagt!

All On Board:
youtube.com/watch?v=8YSyFAvcWzM

facebook.com/lukeelliotmusic

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