Houses Of Heaven - Silent Places

Division Chamäleon

Houses Of Heaven: „Silent Places“ (Felte/Cargo)

Aus Kalifornien grüßen Kevin Tecon, Adam Beck und Nick Ott mit ihrem ungemein schick gestalteten Album Silent Places (Felte/Cargo). Diesen Gruß gilt es zu erwidern. Denn die im Modus der Wave-Achtziger gehaltene Scheibe strotzt vor Untertönen, die Konzept und Kunst in einem illustren Verein diskutiert – zu dem wir alle Zugang haben.

Trotz und wegen seiner performativen Coolness erwirkt Silent Places eine Strahlkraft, die jene temporäre Ermangelung an „Live“ in spontane Genugtuung umzumünzen versteht. Die Bässe pumpen, die Songideen zischen, Euphorie konterkariert des Nachbarn Mordgelüste. Eine einwandfreie Deklination des Tradierten bleibt Ehrensache.

In den besten Momenten … glaubt man Joy Division und The Chameleons simultan zu vernehmen. Das Schroffe mit dem Sehnsüchtigen verschmelzend, jegliche Angst im Spiegelbild überwindend. Und dazu noch fette Drumpatterns, die ab und an sogar mit EBM flirten – sagenhaft! Und die Gewitztheit im Arrangement, sie gemahnt gar an Ground Nero.

In Soft Confusion:
youtube.com/watch?v=yb9FywsUzy8

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