Die Dirigentin Keri-Lynn Wilson

Kanadas Pultmeisterin

Zum Konzertpensum der kanadischen Flötistin und weitgereisten Dirigentin Keri-Lynn Wilson gehört als nächstes, nämlich in der Zeit zwischen dem 5. und 7. Juni 2020 die Realisierung von Puccinis Manon Lescaut am Bolshoi-Theater in Moskau. Der hochgewachsene Pultstar ist seit etlichen Jahren weltweit unterwegs und kennt nahezu alle großen und mittelgroßen Orchester. Da sie die Komponisten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durchaus bevorzugt, gehört eine weitere Oper Puccinis zu ihrem Repertoire in absehbarer Zeit: Zwischen dem 18. und 30. Juni dieses Jahres wird sie in Buenos Aires achtmal Tosca dirigieren.

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Keri-Lynn Wilson (Jahrgang 1967) ist eine kanadische Dirigentin von Weltrang, hier im Einsatz am 16. Oktober 2018 (BobSmith1984, Foto: Erik Berg, CC-Liz.).

In der neuen, von Pandemie hoffentlich unbelasteten Spielsaison, genauer: am 27. November 2020, wird sie als Ehrengast der Deutschen Oper Berlin ein Opernfeuerwerk im Sinne eines Potpourris entfachen, im Dezember folgt dann die Übernahme des Pults an der Pariser Oper – mit Bizets Carmen, gefolgt von einer neuen Inszenierung von Verdis Rigoletto am 31. Januar sowie 3., 6. und 9. Februar 2021 an der Bayerischen Staatsoper München. Der 12. März 2021 gilt einem Besuch in Wilsons engster Heimat: Mit dem Winnipeg Symphony Orchestra wird sie dort Brahms‘ 3. Symphonie F-Dur geben, die durch Verdis Ouvertüre zu Giovanna d’Arco präludiert werden wird.

In Winnipeg, Bundesstaat Manitoba, wuchs Keri-Lynn Wilson auf und beteiligte sich schon früh am öffentlichen Konzertleben (Centennial Concert Hall, Wpg guy, 3.8.2005, CC-Liz.).

Keri-Lynn Wilsons Karriere begann im Jugendorchester von Winnipeg, nachdem sie bereits als Kind das (professionelle) Spiel von Flöte, Klavier und Violine erlernt hatte. Der überwiegende Teil ihrer Arbeit gilt dem Musiktheater, wobei sie häufig sowohl die Opernhäuser und -orchester in den USA, Kanada als auch in Russland und Westeuropa ansteuert, nachdem sie als erste Chefdirigentin der Slowenischen Philharmonie die Spielzeit zwischen 2013 und 2015 bestritten hatte.

Andrew Ager: The Talk of the Town u.a. mit Keri-Lynn Wilson und dem Toronto Symphony Orchestra

 

 

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Über Dr. Hanns-Peter Mederer

Kulturwissenschaftler aus München; Studium der Literaturwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Musikwissenschaft und Gräzistik vor allem an der Universität Hamburg, seither tätig im Verlagsgeschäft und in der Publizistik, besondere Interessensgebiete: Reisen und Musik verschiedener Länder.