Die Harfenistin Kirsten Ecke bildet zusammen mit den beiden Solistinnen gleichen Instruments, Feodora Mandel und Doesjka van der Linden das Ensemble Harfeo – oder „Harfe hoch drei“ -, das sich sowohl durch seine Konzerte einen Namen machte als auch durch die aktuelle CD Harfenpracht mit Arrangements und Originalen überdurchschnittlich bekannter Harfenliteratur. Das Trio wird im Hubertus-Saal des Schlosses Nymphenburg, dessen Klangatmosphäre die Musikerinnen bereits von anderen Auftritten dort in seiner akustischen Beschaffenheit gut kennen, am dritten Adventssonntag, dem 18.12., um 19 Uhr auftreten. Die Konzerte des (auch musikpädagogisch) bestinformierenden Ensembles leben von abwechslungsreichen Repertoires aus Klassik, Romantik, Jazz und keltischer Folkloristik.

Der Hubertus-Saal im Münchner Schloss Nymphenburg ist wegen seiner Akustik ein besonders gefragter Spielort. (Amrei-Marie, 18.5.2022, CC-Liz.)

Nachdem am 17. Dezember in der St. Stephanskirche von Baden bei Wien die österreichische Harfenistin Eva-Maria Wallisch mit ihrem besonderem Konzert unter dem Motto ‚Harp in the dark‘, bei dem nur ihre Hände und die Saiten des Instruments für die Besucher sichtbar waren, für Aufmerksamkeit gesorgt hatte, wird die Harfenistin Christine Högl am 8. Dezember 2022 um 20 Uhr im Galileum-Planetarium von Solingen mit den Zuhörern eine Klangreise in die Welt der Galaxien unternehmen. Hier spielt gerade umgekehrt die Sichtbarkeit des Sternenhimmels neben der akustischen Führung durch astronomische Dimensionen eine wichtige Rolle.

Das Oratorio del Gonfalone erwartet im kommenden Frühjahr die Harfenspielerin Nicoletta Sanzin mit der Violinistin Liliana Bernardi. (Croberto68, 23.6.2008, GNU Free Doc. Lic., CC-Liz.)
Rose-Adelaide Ducreux‘ Selbstbildnis mit Harfe (1791, Metropolitan Museum of Art, New York, US p.d.)

Zum weiteren Ausblick sei bereits bis Frühjahr kommenden Jahres ausgeholt. Harfenistin Nicoletta Sanzin und Geigerin Liliana Bernardi werden am Donnerstag, den 23. Mai 2023 um 20.30 Uhr im akustisch bemerkenswerten Gebetshaus Oratorio del Gonfalone zu Rom mit Schwerpunkt auf dem 19. Jahrhundert originale und arrangierte Literatur für ihre spezifische, aber nicht allzu häufig zu hörende Konstellation zweier Saiteninstrumente spielen. Zu Klang kommt, historisch betrachtet, aber zunächst eine Sonate Boieldieus aus der Sattelzeit, von Rossini Thema und Variationen aus seiner Oper Tancredi, Donizettis G-Dur-Sonate, eine Sonate in c-Moll von Louis Spohr und Camille Saint-Saens‘ Fantasia. Nicoletta Sanzin war nach ihrem Studium an der Universität von Udine Meisterschülerin für Harfe und Kammermusik an der Academia della Santa Cecilia in Rom sowie ihrer weiteren Ausbildung an der Eastman School, New York und an der Indiana University gefragte Solistin italienischer und ausländischer Orchester. Hervorzuheben ist insbesondere ihr Engagement auch für das Spiel auf historischen Harfen, das seinen Ausdruck in ihrer Mitwirkung beim Mittelalter-Ensemble Dramsam findet. Der Ort des Frühjahrskonzerts ist ein Auditorium in der Art, wie man es vom Münchner Herkulessaal kennt und zeugt durch die manieristische Malerei an seinen Wänden von seinen Wurzeln im 16. Jahrhundert.

Von Dr. Hanns-Peter Mederer

Kulturwissenschaftler aus München; Studium der Literaturwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Musikwissenschaft und Gräzistik vor allem an der Universität Hamburg, seither tätig im Verlagsgeschäft und in der Publizistik, besondere Interessensgebiete: Reisen und Musik verschiedener Länder.