Franz Ferdinand – Right Thoughts, Right Words, Right Action: Intellekt meets Seele

Die Band aus Glasgow besser als je zuvor / Foto: Andy Knowles

Die Band aus Glasgow besser als je zuvor / Foto: Andy Knowles

Einem kraftvollen Beginn (der Titelsong, das an The Clash erinnernde „Evil Eye“ und die aktuelle Single „Love Illumination“) folgen ruhigere Töne – was auch immer das bei Franz Ferdinand bedeuten mag. Das britpoppige „Fresh Strawberries“ kommt trotz sommerlich anmutendem Titel melancholisch daher: „We are fresh strawberries / Fresh burst of red strawberries / Ripe turning riper in the pole / We will soon be rotten / We will all be forgotten.“

Dieser Song ist ein gutes Beispiel für die textliche Entwicklung der Band: Sie hat an Reife und Poesie hinzugewonnen. Die zehn Tracks auf „Right Thoughts, Right Words, Right Action“ bieten darüber hinaus alles, was die vier Herren seit ihrer Zeit an der Glasgower Art School in die ganze Welt verbreitet haben: bildgewaltige und griffige Lyrics, lebensfrohe und kräftige Beats und Melodien sowie die verblüffende Fähigkeit, künstlerische Sensibilität mit Pop-Appeal zu vereinen.

Die Britpoprocker mit dem Post-Punk-Einschlag haben definitiv nichts von der Energie, Kreativität und Spielfreude verloren, die sie mit dem Debütalbum „Franz Ferdinand“ 2004 zu Recht zu Ikonen des Indie-Rocks gemacht haben. Daher: Daumen – und alle anderen Finger – hoch für „Right Thoughts, Right Words, Right Action“!

„Right Thoughts, Right Words, Right Action“ ist seit dem 23. August 2013 käuflich zu erwerben.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.