Jimi Hendrix, komm zurück!

Lieber Jimi, ich hatte einen wunderschönen Traum. Du hattest am 18.9. 1970 ein wenig zu viel Rotwein getrunken. Und dann kamst du auf die blödsinnige Idee, noch ein paar Schlaftabletten nachzuwerfen. Doch am nächstem Morgen warst du gar nicht tot. Du hattest nur Kopfschmerzen und das Gefühl dein Leben nochmal neu zu beginnen.

Du hast dir geschworen, nur noch zu machen, was du wirklich willst. Und nicht, was dir deine Plattenfirma sagt. Es war dir eh längst zu peinlich, den wilden Gitarrenzertrümmerer zu spielen. Du wolltest endlich Anerkennung für deine wirkliche Größe finden: als Innovator und famoser Gitarrist.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Jimi lebt! Foto: mirjoran/flickr.com

Jimi lebt! Foto: mirjoran/flickr.com

Tja, und dann hast du Miles Davis, den Jazz-Trompeter angerufen, dessen Musik 1970 fast wie deine Musik klang – nur experimenteller. Tolle Platten habt ihr dann in den 70ern eingespielt. Deine Musik entwickelte sich Richtung Funk und Soul. Du hast mit Sly Stone und George Clinton gejammt. Ihr habt irres Zeug gespielt.

Aber dann hast du eine lange Pause eingelegt. Niemand wusste wo du wirklich wohnst. Angeblich in einem Wohnmobil in der Wüste. Abends hast du dann am Lagerfeuer gesessen und „Excuse me while i kiss the sky“ gesungen.

Irgendwann Ende der Achtziger las man deinen Namen erneut auf dem Cover eines De-La-Soul-Albums. Du fandest HipHop aufregend und spieltest über Samples deiner Platten Gitarrensoli, die wie die eines wild mixenden HipHop-DJs klangen. Bald sah man dich im Studio von Dr.Dre mit Snoopp Doggy Dog abhängen.

Dann bin ich aus meinem Traum aufgewacht. Nun frage ich euch, liebe amusio-Leser, was denkt ihr, wäre passiert, wenn Jimi Hendrix nicht gestorben wäre? Schreibt uns!

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Über Bernd Schwope

Journalist, DJ und leidenschaftlicher Plattensammler, wohnt und arbeitet in Langenhagen bei Hannover. Seine Vorliebe gilt schwarzer Musik von Soul/Funk über Jazz bis zu Chicago House. Motto: Es gibt nur gute oder schlechte Musik.