Copyright in 200 Wörtern

Spätestens wenn der schwarze Bildschirm bei YouTube auftaucht wird die GEMA regelmäßig verflucht. Dieser Artikel soll keineswegs eine Lobeshymne auf die GEMA werden. Vielmehr sollen kurz die Funktionen vom Urheberrecht und dessen Komplexität dargestellt werden. Dabei ist ein Blick auf die GEMA jedoch unumstößlich.

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Was bedeutet Copyright / Urheberrecht?

cc MikeBlogs

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Musik ist an sich ein immaterielles Gut. Erst durch Aufzeichnung, d.h. das Aufschreiben oder Aufnehmen von Musik wird die geistige Schöpfung zum Produkt.

Das Copyright bezieht sich dementsprechend auf jegliche Rechte zu diesem Produkt. Es soll verhindert werden, dass Dritte das Werk unerlaubt nutzen, verändern oder vervielfältigen.
Der Autor wird so gesetzlich als Urheber eines Werkes anerkannt. Ebenso wird der allgemeine Umgang mit dem Werk geregelt und sichergestellt, dass der Urheber an finanziellen Einnahmen des Werkes beteiligt wird.

Warum gibt’s die GEMA?
Ist man Urheber eines Werkes hat man zumeist zwei Möglichkeiten. Entweder man verkauft die Rechte. Oder man lässt sie verwalten. Aufgabe der GEMA ist genau das. Rechte zu verwalten und zu vertreten. Konkret bedeutet das, dass die GEMA beispielsweise Dritten erlaubt ein Werk zu nutzen. Selbstverständlich gegen eine Gebühr. Dies soll die illegale Nutzung oder Vervielfältigung eines Produktes verhindern und gilt zeitgleich als Einnahmequelle.

Warum ist das Urheberrecht und GEMA’s Wirken so kompliziert?
Man stelle sich eine CD vor. Allein diese eine CD kann bis zu 60 Rechts-Interessen beinhalten. Beispiel hierfür, das Cover, die Songwriter, Melodien, Verwendung von Samples und und und.

Alternativen zur GEMA?
Die Arbeitsweise der GEMA sowie ihre Monopolstellung sind vielfach in der Kritik. Aber es gibt Alternativen. Eine davon wäre die Plattform Creative Commons (CC), hier kann man die Rechte am eigenen Werk freier gestalten.

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Über Maria Forkel

Abgeschlossenes Studium der angewandten Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt auf Musik. Reges Interesse an urbaner Kultur und musiksoziologischen Themen.