Jenaer Philharmonie eröffnete Konzertsaison mit Mozart und Kenneth Renshaw

Trotz eines lauwarmen Spätsommerabends zog es eine große Zuhörerschaft am gestrigen Tag in das ausverkaufte Volkshaus Jena, um dem Eröffnungskonzert der Jenaer Philharmonie zu lauschen. Nach der sehr erfolgreichen letztjährigen Saison unter Führung des neuen Generalmusikdirektors Marc Tardue mussten die Erwartungen einfach groß sein und sie wurden nicht enttäuscht.

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Tosender Applaus für die Philharmonie und Kenneth Renshaw (Quelle: Martin Schneider)

Tosender Applaus für die Philharmonie und Kenneth Renshaw (Quelle: Martin Schneider)

Zum Auftakt der Spielzeit 2013/14, die unter dem Motto „Musik für alle …“ steht, wurde ein reines Mozart-Programm gewählt, das sich ja auch perfekt in die spätsommerliche Idylle vor und auch im Volkshaus einfügte.

Den Auftakt bildeten unter dem Taktstock von Marc Kissóczy Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132 des Komponisten Max Reger, der seine letzten Lebensjahre in Jena verbrachte. Holzbläser und Streicher tragen dabei das Thema abwechselnd vor, bevor es schließlich mit dem gesamten Orchester fulminant ausklingt.

Nach diesem facettenreichen Einstieg folgte Mozarts Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 B-Dur KV 207, das im Jahr 1773 in Anlehnung an Antonio Vivaldi entstand. Und hier trat nun der heimliche Star des Abends – ohne die Jenaer Philharmonie dabei in den Schatten stellen zu wollen – auf die Bühne: Kenneth Renshaw. Der erst neunzehnjährige Violinist aus den USA wirkte zunächst etwas verschüchtert, ja fast schon scheu, doch was er dann aus seiner Guadagnini-Violine aus dem Jahre 1777 herausholte, versetzte das Publikum in Erstaunen. Von Adagio bis Presto beherrschte er sein Instrument perfekt und fügte gekonnt schwere Tempi an lebhafte Tempi.

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