Internationale Dresdner Orgelwochen

Die Internationalen Orgelwochen in Dresden werden von den drei großen Innenstadtkirchen (Frauenkirche, Kreuzkirche und Hofkirche) durchgeführt. Im Jahr 2006 ins Leben gerufen, findet die Reihe nicht nur in Sachsen und Deutschland, sondern auch international große Beachtung. In diesem Rahmen konzertierten bereits Organisten aus den USA, Großbritannien, Finnland, Belgien oder auch Japan.

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Frauenkirche Dresden_Orgel+Gloriole_by Jürgen Vetter _bearbeitet

Die große klangliche Vielfalt begeistert immer wieder aufs Neue. Stiftung Frauenkirche Dresden, Jürgen Vetter

Ludger Lohmann aus Stuttgart spielte am 4. September in der Frauenkirche Werke von Karl Michael Komma, Johann Sebastian Bach, Axel Ruoff und Max Reger. Er widmete sein Konzert dem Organisten und Komponisten Jan Janca, der seinen 80. Geburtstag begehen konnte und einst an der Stuttgarter Musikhochschule studiert hatte.

Gleich zu Anfang seines Konzerts nahm Lohmann Bezug zur Stuttgarter Musikhochschule: Karl Michael Komma, der 2012 im Alter von 99 Jahren starb, lehrte viele Jahre an der selben Akademie. Auch Axel Ruoff studierte in der württembergischen Landeshauptstadt.

Der Künstler stellte die klangliche Vielfalt der Orgel in der Frauenkirche dar: Nach den Sebaldus-Legenden aus unserer heutigen Zeit mit vielen Dissonanzen bot Lohmann Bachs Passacaglia c-Moll, BWV 582 dar.

Ein weiteres Spektrum an Klängen zeigte Lohmann mit Ruoffs Sinfonischen Fragmenten für Orgel „Wie liegt die Stadt so verlassen…“ Ebenfalls ein zeitgenössisches Werk, lässt es sich eher düster, melancholisch charakterisieren. Mit Reger rundete Lohmann sein Programm ab. Die Zuhörer waren begeistert.

Ludger Lohmann stellt einen Anziehungspunkt für zahlreiche begabte Studenten aus der ganzen Welt dar. Außerdem lehrt er an den beiden führenden internationalen Orgelakademien in Haarlem (Niederlande) und Göteborg (Schweden). Der Organist ist ein gefragtes Jurymitglied zahlreicher internationaler Orgelwettbewerbe.

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Über Raphaela Kaltenhäuser

Raphaela Kaltenhäuser | Freie Journalistin Klassische Musikszene Dresden