Magische Klänge in der Dresdner Frauenkirche

Gebannt hörte das Publikum am vergangenen Samstagabend dem Cellisten Daniel Müller-Schott in der Dresdner Frauenkirche zu. Der 37-jährige Weltstar spielte gemeinsam mit dem Leverkusener Orchester l’arte del mondo unter der Leitung von Werner Ehrhardt, das sich in der Tradition der so genannten Alten Musik sieht, Werke von Carl Philipp Emanuel Bach und Joseph Haydn.

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Daniel Müller-Schott fasziniert sein Publikum
Foto: PR

Schott glänzte mit seinem warmen Ton, perfekter Technik und brillanter Interpretation. Als Solist fügte sich der Musiker hervorragend in das Orchester ein, ein wunderbarer Klang ohne zu große Dominanz des Cellos.

Insgesamt war die Aufführung von Orchester und Cellist sehr gut auf einander abgestimmt. Auch die Klänge der alten Instrumente in der barocken Kirche trugen zur Stimmung bei.

Die beiden Divertimenti von Wolfgang Amadeus Mozart und die Sinfonia a quattro Nr. 9 „Gesù presentato nel Tempio“ von Antonio Caldara spielte l’arte del mondo  sehr lebendig und ausdrucksstark. Im Originalklang-Bereich musizierend, gehört das Orchester zu den Spitzenensembles.

Lang anhaltender Applaus war der Dank des Publikums. Als erste Zugabe präsentierte Daniel Müller-Schott einen Satz aus einer Violoncello-Suite von Benjamin Britten. Außerdem spielten Orchester und Solist noch ein Stück von Joseph Haydn.

Müller-Schott zählt heute zu den weltbesten Cellisten und hat auf allen international wichtigen Podien konzertiert. Schon früh wurde er durch die Stiftung von Anne-Sophie Mutter gefördert. Das Ensemble l’arte del mondo gastiert unter anderem regelmäßig im Festspielhaus Baden-Baden, im Münchner Herkulessaal und bei den Internationalen Händelfestspielen in Halle.

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Über Raphaela Kaltenhäuser

Raphaela Kaltenhäuser | Freie Journalistin Klassische Musikszene Dresden