Saxofonlegende Lee Konitz kommt nach Rüsselsheim

Im zarten Alter von 21 Jahren beerbte Lee Konitz niemand Geringeren als Charlie Parker selbst in der Band von Miles Davis und gab 1950 seinen Einstand am Altsaxofon bei Miles auf dem stilbildenden Album „Birth of the Cool“. Genauso wie sich Miles Davis immer wieder junge Talente in seine Band holte, setzt auch Konitz bis heute auf die Zusammenarbeit mit jüngeren Musikern. Am 20. September demonstriert er das in der Jazzfabrik Rüsselsheim mit drei Sidemen aus Köln.

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Altsaxofonist Lee Konitz spielt in der Jazzfrabrik Foto: Rolf Freiberger

Altsaxofonist Lee Konitz spielt in der Rüsselsheimer Jazzfrabrik
Foto: Rolf Freiberger

Florian Weber (Piano), Jonas Burgwinkel (Schlagzeug) und Robert Landfermann (Bass) sind nicht nur in der deutschen Jazzszene wahrlich keine Unbekannten, zählen aber deutlich weniger Lenze als der 85jährige Konitz. Weber kennt er noch aus seiner Kölner Zeit, wo er fast zwanzig Jahre lang lebte. Der brachte auch Landferman und Burgwinkel als eine der besten deutschen Rhythmusgruppen mit ins Boot.

Man darf auf die Synergien gespannt sein, die die musikalisch in viele Richtungen offenen Musiker auf die Bühne der Rüsselsheimer Jazzfabrik bringen. Konitz selbst emanzipierte sich schon früh aus dem musikalischen Kastendenken und spielte mit Gerry Mulligan, Hans Koller, Gil Evans, aber auch mit Avantgardisten wie Attila Zoller oder Andrew Hill zusammen. Er beschäftigte sich mit Bach, Debussy und Satie, was sich unter anderem in seinem Lee Konitz String Quartet niederschlug.

Der Jazzfabrik ist es gelungen, die Jazzlegende für ein Konzert nach Rüsselsheim zu holen. Das Publikum darf sich auf einen spannenden Abend freuen.

Lee Konitz New Quartett, 20. September, Theater Rüsselsheim, Hinterbühne, 20.30 Uhr

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