Dresden: Ganz im Zeichen des Barock

Entführt in die Zeit des Barock haben am 10. September fünf Sängerinnen und Sänger ihr Publikum im Palais des Großen Gartens in Dresden unter der Leitung des Ratzeburger Domorganisten Christian Skobowsky. Sie sangen zwölf der 23 Madrigale des „Israelsbrünnlein“ von Johann Hermann Schein, dem bedeutendsten Thomaskantor vor Johann Sebastian Bach. Marie Luise Werneburg (Sopran), Jana Reiner (Sopran), Beat Duddek (Altus), Friedemann Büttner (Tenor) und Friedemann Klos (Bass) begeisterten ihre Zuhörer mit ihren klaren Stimmen, viel Einfühlungsvermögen in die Epoche des Barock und guter sprachlicher Gestaltung.

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Madrigalensemble im Palais des Großer Garten in Dresden,
Foto: Raphaela Kaltenhäuser

Insgesamt gut auf einander abgestimmt, fügten sich die fünf Stimmen zu einem harmonisch klingenden Ganzen zusammen. Ob in ganz hohen oder tiefen Tonlagen oder auch lang auszuhaltende Passagen, die Sänger brillierten mit technischer Perfektion. Ihre ausdrucksstarke und engagierte Gestaltung rundeten ihren Vortrag ab.

Für drei ausgesuchte Lieder verteilten sich die Künstler im Raum und sangen sich gegenseitig zu. Das Aufnehmen und Weiterentwickeln des Themas vom Gegenüber über die Köpfe der Zuschauer hinweg hatte für das Publikum eine vertiefende Wirkung.

Zwischendurch spielte Christian Skobowsky am Positiv Orgelstücke von Johann Jacob Froberger und Michelangelo Rossi, ebenfalls aus der Zeit des Barock . Sie verstärkten den besinnlichen Charakter des Konzerts.

Jubelnder Beifall und das Verlangen nach Zugabe war der Dank des Publikums.

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Über Raphaela Kaltenhäuser

Raphaela Kaltenhäuser | Freie Journalistin Klassische Musikszene Dresden