Lycia – Quiet Moments, mit Mike Oldfield

“Tripping Back Into The Broken Days” markierte im Hause Lycia zu Tempe, Arizona, eine Trendwende: Weg vom ureigenen Sound (“The Burning Circle And Then Dust!” als Doppel-CD ein Meisterwerk), hin zu konventionelle(re)m Songwriting mit Leonard Cohen-Touch. Insofern überrascht das neue Album, “Quiet Moments” umso mehr. Und jeder, der es in meinem bescheidenen Beisein gehört hat, bestätigt: Da muss wohl jemand neues im Line-up sein.

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Quelle: Official Website, Lycia, Cover, Handmade Birds

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Für alle, die Lycia aus Arizona noch nicht kennen: Tara VanFlower und Mike VanPortfleet gestalten seit knapp 25 Jahren einen Sound, der das Beste aus Ambient, Drone, Darkwave und Country auf sich vereint. Die Schwingungen (Gitarre) gewinnen sich in Unendlichkeit, die Texte tun das ihre dazu.

Nun haben die beiden, die auch unter den Namen „Bleak“ und „Tara VanFlower“ reüssierten, ihr schätzungsweise fünfzehntes Album einem (leider) nicht allzu breitem Publikum zum Fraß vorgeworfen. Der erste, namensgebende Track, „Quiet Moments“, macht klar, dass es sich mit den Singer/Songwriter-Ambitionen gegessen hat. Klassisch „Lycia“ … so soll es sein!

Quelle: Official website, bandpic, Lycia

Quelle: Official website, bandpic, Lycia

Doch dann, schon bei Track zwei, „The Visitor“, könnte der geneigte Hörer den Titel wörtlich nehmen: das ist doch … das ist doch … die … „Tubular Bells“ Speed-Guitar“, das Trademark von Mike Oldfield?! Ja, ist es …

Die Melange aus Lycia und den Sounds von Tubular Bells, Hergest Ridge, Ommadawn, Incantations – Frischzellenkur für (meine) Urlaubserinnerungen an Galizien. Wer Mike Oldfiled mag, muss Lycias neues Album hören! Genialer Zug von den beiden Arizonariern (nur das Cover gefällt mir nicht: die Musik steht für Sommer und Hitze … oder werde ich nun schon ironieresistent?!).

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