Neues TV-Format von und mit Manuel Möglich: „Heimwärts mit…“

Er ist ein Vertreter der „Neuen Generation Fernsehen“: Manuel Möglich. Der freie Journalist und ehemalige der Student der Medien- und Kulturwissenschaften hat sich bereits im letzten Jahr an einem eigenen kleinen Nischenformat auf ZDFNeo ausprobiert: „Wild Germany“ hieß die Sendung und führte den offenherzigen und gut aussehenden Reporter in die Untiefen der deutschen Metal-Szene, in satanistische Kreise oder auch in die eigene Welt von Militär-Rollenspielern. Die Behandlung von extremen Themen im ach so beschaulichen, ja fast biederen Deutschland, liegt dem 34-Jährigen also scheinbar sehr am Herzen.

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Möglich und Martenstein im Mainzer Bruchweg-Stadion / Foto: ZDF / Lenka Sikulová

Möglich und Martenstein im Mainzer Bruchweg-Stadion / Foto: ZDF / Lenka Sikulová

Nun widmet sich Möglich einer neuen Sendereihe. Diese führt prominente Gäste vor allem an Schauplätze ihrer Kindheit zurück. In der ersten Folge schlendert Möglich mit dem bekannten und teils gefürchteten „Zeit“-Kolumnisten und Buchautor Harald Martenstein durch dessen Geburtsstadt Mainz.

Als Überraschung trifft der scharfzüngige Kolumnist auf seine Mutter und ist zumindest für einen kurzen Moment sprachlos. In der zweiten Folge ist dann BAP-Frontman und Sänger Wolfgang Niedecken der Protagonist der Sendung. Für die weiteren Sendetermine von „Heimwärts mit…“ ist u.a. auch die Begegnung mit dem Erfolgsautor und Humorist Heinz Strunk in dessen Kiez Hamburg-Harbug geplant.

Insgesamt wirkt das Format recht charmant, aber auch etwas träge. Das Konzept, nämlich die Sendung fast ausschließlich von der Redseligkeit des jeweiligen Prominenten leben zu lassen, kann schließlich auch nach hinten losgehen.

Doch so ist junges deutsches Nischen-Fernsehen derzeit: Alternativ, frech und unberechenbar. Und dies kann man gar nicht hoch genug schätzen.

Die komplette erste Folge von „Heimwärts mit…“ mit Harald Martenstein gibt es hier.

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Über Peter Geuze

Lebt und arbeitet als Musiker, Musiklehrer und freiberuflicher Musikredakteur in Leipzig. Lieblingsthema ist rockige Gitarrenmusik, aber auch für andere Klänge hat er stets ein offenes Ohr.