Metallica, Nightwish, Motörhead in Berlin – die Metal Hammer Awards wurden wieder verliehen

Keine Oscars, keine Grammys, aber für die Metalszene wesentlich cooler: Diese Woche wurden zum 4. Mal die Metal Hammer Awards verliehen und in Berlin anwesend war natürlich wieder mal die hohe Elite, allen voran Metallica, Nightwish, Motörhead und ein zwar verstorbener, aber noch immer in allen Köpfen lebender Jeff Hanneman.

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Metallica staubten den Award für den besten Live-Akt ab (Foto: Christin Kersten)

Metallica staubten den Award für den besten Live-Akt ab (Foto: Christin Kersten)

Dass das Publikum dabei nicht brav auf Stühlchen sitzt und sich die Garderobe pflegt, sollte klar sein, Metaller brauchen mindestens eine Wall Of Death in der Show, ansonsten war’s das Kommen nicht wert. Doch bei Live-Auftritten von unter anderem den Thrash-Kings Kreator, oder den hochangesagten Powerwolf, kam die mähnenschwingende Meute wohl komplett auf ihre Kosten.

Dass Lars Ulrich und Rob Trujillo von Metallica den Award als Bester Live-Act in Empfang nehmen durften, war keine große Überraschung, doch was die zwei Legenden durch ihre wenig enthusiastische Rede an Stimmung einbüßten, korrigierte die immer gutgelaunte Doro Pesch, als sie den Preis als „Metal-Legende“ entgegennahm und ohne jeglichen Zweifel ihren Fans noch weitere 30 Jahre Musik versprach.

Als beste deutsche Band wurde Avantasia ausgezeichnet, die internationale Version ging wohlverdienterweise an Nightwish, die dieses Jahr mit Engelslady Floor Jansen am Mikro ihr ganz großes Comeback erleben durften. Auch Motörhead staubten wieder einmal ab, sowie Callejon, Eskimo Callboy und die finnischen Düstermetaller Amorphis. Zudem erhielt der diesjährig verstorbene Slayer-Gitarrist Jeff Hanneman einen Awards als Riffkönig posthum verliehen.

Doch auch Nicht-Musiker wie Boxerin Regina Halmich waren mit von der Partie und bewiesen, dass die Szene nicht (mehr?) nur aus axtschwingenden Lautstärkefanatikern besteht. Wobei, zugegeben, Lars Ulrich sieht momentan in etwa aus wie die obdachtlose Version dessen. Aber er kann’s sich ja erlauben.

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Über Anne-Catherine Swallow

Geboren 1987 in Heidelberg, aufgewachsen in Paris, Diplom Kreatives Schreiben & Kulturjournalismus aus Hildesheim. Zu haben für alles, was laut, düster und böse ist.