JONAS KAUFMANN: ein erstes „Best of“ des Ausnahmetenors zum Dahinschmelzen

Zum ersten Mal legt der deutsche Startenor, neu ernannte bayerische Kammersänger und Echo-Klassik-Preisträger als bester Sänger des Jahres 2013 Jonas Kaufmann, der in diesem Jahr unter vielen anderen mit Rollen von Giuseppe Verdi (Il Trovatore und La forza del destino in München, Don Carlo in München und Salzburg) und Richard Wagner (Parsifal in New York und Wien, Lohengrin in München) auf sich aufmerksam macht bzw. machen wird, ein „Best of“-Album bei seinem Haus-Label Decca vor. Ein geschmackvoll zusammengestelltes Album, welches einige der besten Aufnahmen bringt, die Kaufmann während seiner Karriere gemacht hat, und das an diesen exemplarisch zeigt, wie er und seine Stimme sich in den letzten Jahren weiterentwickelt haben.

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Cover (c) Universal Music

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Fürwahr, Jonas Kaufmann befindet sich derzeit auf der Höhe seiner Sängerkarriere. Was ihn gegenüber vielen seiner Tenorkollegen auszeichnet, ist nicht nur seine absolute Ausnahmestimme, die ein baritonales Fundament gegen glänzende Höhe und die Präsenz eines Heldentenors ausbalanciert, sondern auch seine überbordende Vielseitigkeit. Vielleicht haben sogar jene Stimmen recht, die ihn als den berechtigten Nachfolger des immer noch, wenn mittlerweile zumeist als Bariton und Dirigenten tätigen Jahrhunderttenors Plácido Domingo handeln.

Eines ist sicher: Jonas Kaufmann ist nicht nur dort zu Hause, wo derzeit er und seine Fachkollegen des schweren Faches zu Hause sein müssen: nämlich bei den Jahresregenten Giuseppe Verdi und Richard Wagner, sondern er glänzt, was dieses Album zeigt, unter anderem auch mit Opernpartien Leoncavallos, Bizets, Mascagnis, Cileas, im Liedfach und nicht zuletzt mit den Tenorrollen Puccinis. Gerade was letzteren anbelangt, wartet man an der Wiener Staatsoper gespannt auf sein Rollendebut als Dick Johnson in der Wildwest-Oper La fanciulla del West am 05. Oktober 2013.

Einige Aspekte dieses Albums seien noch kurz herausgestrichen. Leider sind nur zwei der zwanzig auf diesem Album zu hörenden Aufnahmen als Erstveröffentlichungen zu bezeichnen. Dabei handelt es sich um die Arie „Apri la tua finestra“ aus der selten gespielten Oper Iris von Pietro Mascagni und um das beeindruckend gesungene Orchesterlied Cäcilie op. 27 Nr. 2 von Richard Strauss.

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