Die Arctic Monkeys verkaufen schnell und dürfen sich über eine Mercury Prize-Nominierung freuen.

Das hätte keiner mehr für möglich gehalten. Nach dem überbordenden Ergebnis von Daft Punks Album „Random Access Memories“ wird es tatsächlich noch einer Band gelingen deren Verkaufszahlen zu übertrumpfen. Zumindest für UK. Zumindest in der ersten Woche. Die Arctic Monkey, ohnehin eine der britischsten Bands, dürfen sich mit ihrem neuen Album „AM“ darauf einstellen, voraussichtlich in der ersten Woche mehr Einheiten auf der Insel zu verkaufen, als die 165.000, die Daft Punk verbuchen konnten. 

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Arctic Monkeys, Photo: Zachary Michael

Arctic Monkeys, Foto: Zachary Michael

Der Titel des  am schnellsten verkauften Albums ist sicher keine reine Makulatur, sondern Ausdruck einer ausgesprochenen Neugier. Eine Vorfreude, die geschürt wurde durch die einhellige Meinung der Kritiker, dass es sich bei „AM“ in der Bandhistorie durchaus um einen Meilenstein handelt. Das fünfte Album der Band, die sich einst als eine der ersten Internet-Bands ihre Vorschusslorbeeren im Netz verdiente, sei eine Rückkehr zu alten Britrock-Wurzeln, aber teilweise auch eine gelungene Stilübung in Richtung groovender Stoner-Rock („R U Mine“) oder gar Pop „Knee Socks“. Amusio-Autorin Anne-Kathrin Fischer meint, „Melancholische Balladen zum Mitschmachten und ‚Wir-sind-jetzt-echte-Männer’-Rock-Nummern halten sich auf ‚AM’ die Waage.“

Als wäre das alles nicht Erfolg genug, darf man sich im Hause Arctic Monkey auch noch über eine Nominierung für Großbritanniens renommiertesten Musikpreis, den  Mercury Prize, freuen. Unter anderem treten sie gegen David Bowie’s „The Next Day“, Disclosure’s „Settle“ und „Holy Fire“ von Foals an.

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Über Philipp Demankowski

Philipp ist freiberuflicher Musikjournalist aus Dresden mit Schwerpunkt elektronische Musik. Daneben macht er Radio, legt Vinyl aus Überzeugung auf und ist Mitbetreiber eines Plattenlabels.