Dresden: Alte Instrumente in historischem Ambiente

Der Rote Saal im Wasserpalais von Schloss Pillnitz eigneten sich hervorragend für das Kammerkonzert „Liebeslied und Harfenklang“ für Sopran, Viola d’amore und Harfe. Die Sopranistin Valda Wilson, Ulrike Scobel (Viola d’amore und Barockvioline) und Astrid von Brück (Harfe) präsentierten Werke von Georg Friedrich Händel, Attilio Ariosti, Giovanni Toeschi, Henri Casedesus sowie Gabriel Faurè.

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Kammerkonzert im Wasserpalais, Foto: Raphaela Kaltenhäuser

Die Sopranistin glänzte mit ihrer vollen warmen Stimme, sehr deutlicher Aussprache und leidenschaftlichem Vortrag. Mit Leichtigkeit sang sie lang auszuhaltende Passagen und bewies in den hohen Tonlagen ihre technische Perfektion. Das Publikum dankte ihr und kürte sie zum Star.

Doch auch die beiden Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle brillierten mit technischer Perfektion und ausdrucksstarkem Spiel. Sehr gut zuzuhören war der Harfenistin Astrid von Brück während ihres Solos. An der Harfe aus dem 18. Jahrhundert gab sie die Sonate in D-Dur von Domenico Scarlatti.

Ulrike Scobel, abwechselnd Viola d’amore und Barockvioline, führte durch das Programm. Sie beschäftigt sich intensiv mit der Aufführungspraxis der Kammermusik vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Sehr lebendig präsentierte sie die Klangvielfalt der alten Instrumente.

Instrumente und Gesang passten sehr gut zusammen und verschmolzen zu einem angenehmen Klang. Außerdem waren die drei Musikerinnen sehr gut auf einander abgestimmt und musizierten homogen. Das Publikum war begeistert und verlangte Zugabe.

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Über Raphaela Kaltenhäuser

Raphaela Kaltenhäuser | Freie Journalistin Klassische Musikszene Dresden