Autobiographie von Morrissey gecancelt

Steven Patrick Morrissey hat es wirklich nicht leicht. Erst findet er kein Label für sein neues Album und nun wurde, wie das Fanzine „True to You“ berichtet, der Vertrag zwischen Penguin Books und Morrissey, aufgrund „inhaltsbezogener Differenzen“, aufgehoben. Eigentlich hätte die Autobiographie von Morrissey heute in England erscheinen sollen. Nun ist der ehemalige Sänger von The Smiths auf der Suche nach einem neuen Verlag. 

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"The World won't listen", Morrissey's Autobiographie wurde auf Eis gelegt. (Foto: Travis Shinn/guardian)

„The World won’t listen“, Morrissey’s Autobiographie wurde auf Eis gelegt. (Foto: Travis Shinn)

Es ist wie verhext: Morrissey, der König des Britpop, findet keine Plattform, um neues Material zu veröffentlichen. Kollegin Amanda Palmer riet Morrissey schon in einem offenen Brief dazu sein neues Album über Crowdfunding zu finanzieren. Eigentlich ein guter Ratschlag, schließlich wird Morrissey, rund um den Erdball, beinahe vergöttert. Leider verhält es sich mit dem Ego des Mozfathers wahrscheinlich ähnlich.

Laut eigener Aussage hat Morrissey genug Songs beisammen, um drei Alben damit zu füllen. Die Blöße, diese von Fans finanzieren zu lassen, möchte sich Morrissey aber wahrscheinlich nicht geben. Schließlich hat der Musiker mit seiner ehemaligen Band The Smiths Klassiker wie „The Queen is dead“ oder „The Smiths“ aufgenommen.

Dass sich ein Label für so eine Größe nicht interessiert kann natürlich nicht sein. Dass sich die Labels von Morrissey distanzieren, weil dieser die Olympischen Spiele von England mit Nazi-Deutschland vergleicht oder das Massaker von Norwegen mit bekannten Fast-Food Ketten, natürlich auch nicht.

Einziger Wermutstropfen: Am 18. Oktober erscheint mit „25Live“ ein Konzertmitschnitt aus Los Angeles vom 2. März dieses Jahres. Und vielleicht demnächst ja dann ein neues Album von Morrissey samt Autobiographie, finanziert über Crowdfunding.

 

 

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Über Jan Schröder

Musikredakteur im Independent-Bereich und Cineast.