Interview: Aural Method -Poesie als Musik

Matt Kidd aus Houston, Texas, ist der Kopf von Aural Method, einem Ambient-Projekt, das sich dem melancholisch verträumten Wohlklang verschieben hat. Schon der erste Longplayer, „When I drifted I heard a faint melody“, ließ eine geneigte Hörerschaft mehr als nur aufhorchen. Der Nachfolger, „Slumber, savage beasts“, entfaltete eine noch ansprechendere Wirkung, die auf den weiteren Werdegang von Aural Method gespannt macht. Im Interview mit amusio spricht der sympathische Texaner über seine Musik, seine Inspiration und seine Pläne.

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Aural Method - Live Tracking Session (Quelle: Matt Kidd)

Aural Method – Live Tracking Session (Quelle: Matt Kidd)

amusio: “Aural Method wird mit Genrebezeichnungen wie ‘Ambient’, ‘Post Rock’, ‘Shoegaze’ oder auch ‘Softdrone’ versehen. Wie denkst du über musikalische Schubladen? Und in welche würde Aural Method am besten passen?“

Matt Kidd: „Ich habe persönlich nichts gegen Genrebezeichnungen, sie dienen nun mal der Orientierung. Die meisten Hörer bezeichnen Aural Method als eine Mischung aus Ambient und Post Rock. Allerdings steckt der Post Rock momentan mitten in einer Identitätskrise, was auch damit zusammenhängt, dass viele unterschiedliche Künstler in diesem Genre verortet werden, nur weil ihre Kompositionen keine Texte beinhalten. Aber ich beschwere mich nicht, wenn ich mit meinen persönlichen Lieblingskünstlern assoziiert werde (lacht).“

amusio: “Und welche persönlichen Lieblingskünstler haben Deine Arbeit am meisten beeinflusst? Ich tippe mal auf Hammock, Stars Of The Lid oder All India Radio …“

Cover: Aural Method, "When I drifted ..." (Quelle: Matt Kidd)

Cover: Aural Method, „When I drifted …“ (Quelle: Matt Kidd)

Matt Kidd: “Ich liebe Hammock! Marc Byrd ist wahrscheinlich mein größter Einfluss, wenn es um Ambient-Gitarrensounds geht. Im Frühjahr hatte ich das Vergnügen, mit ihm auf ein paar Bier über die Musik und das Leben zu philosophieren. Natürlich darf auf der Liste meiner Vorbilder Jonsi von Sigur Ros nicht fehlen, ebenso wenig This Will Destroy You und Explosions In The Sky, die ja aus dem gleichen Waldnest stammen wie ich. Zuletzt haben mich die Soloprojekte von Thom York sehr fasziniert. Und Bod Dylan’s Texte haben schon immer meine Welt gerockt. “

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