Interview: Aural Method -Poesie als Musik

Session: Effektbatterie (Quelle: Matt Kidd)

Session: Effektbatterie (Quelle: Matt Kidd)

amusio: Und abseits der Musik, wer oder was hat dich da am meisten inspiriert?

Matt Kidd: „Schwer zu sagen, aber ich denke, es ist meine Frau. Denn sie bringt Freude in mein Leben, erinnert mich aber auch immer wieder daran, wie kurz mein irdisches Leben ist. Gerade die profanen und banalen Momente, die wir miteinander teilen, fließen in meine Kompositionen ein. Weiterhin bin ich mit Andy Othling von Lowercase Noises befreundet, ich habe zuletzt zwei Wochen in seinem wunderbaren Haus fernab von allem verbringen dürfen. Und auch dort ging es beileibe nicht nur um Musik! Grundsätzlich erachte ich Aural Method als Poesie, oder zumindest als der Versuch, Poesie und Lyrik in Musik umzusetzen. Zumindest gelingt es mir, die Songtitel poetisch zu gestalten (lacht).“

amusio: “Wie fühlt es sich an, wenn du merkst, dass Deine Musik auf Interesse und Widerhall stößt? Interessierst Du Dich für das, was Deine Hörer denken und fühlen, wenn sie Deine Musik hören?

Cover: Slumber, Savage Beasts (Quelle: Matt Kidd)

Cover: Slumber, Savage Beasts (Quelle: Matt Kidd)

Matt Kidd: Ich bin überwältigt von dem, was manche meiner Hörer schon über meine Musik mir gegenüber gesagt haben! Das klingt jetzt vielleicht ein wenig einfältig, aber wenn ich kreativ bin, habe ich kein Gefühl dafür, ob es gut oder weniger gut ist. Ich bin jetzt schon eine ganze Weile professioneller Musiker, und habe schon so manche Enttäuschung erlebt. Manchmal fühlte ich mich wie Salieri, den die meisten ja nur von dem ‘Amadeus‘-Film her kennen. Ich bildete mir ein zu wissen, dass andere ‘besser‘ sind als ich, und dass ich nur Mittelmäßiges produziere. Doch die Reaktionen und Resonanzen zu Aural Method, die ich mir sehr zu Herzen nehme, haben mich von meinem Minderwertigkeitskomplex erlöst.“

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