The Diving Board – Elton John veröffentlicht neues Album

Elton John, Quelle: eltonjohn.com

Elton John, Quelle: eltonjohn.com

Nachdem Elton Johns letztes Album vor sieben Jahren kommerziell nicht sonderlich erfolgreich war, zweifelte Elton John zeitweise daran, ob er überhaupt nochmal ein Album einspielen würde. Im Interview mit der britischen Zeitung „The Daily Telegraph“ erklärte er, dass ihm vor allem klar war, dass er etwas vollkommen anderes machen musste, wenn er es nochmal versuchen sollte.

Die neue Platte klingt in der Tat anders, was nicht nur an der sparsamen Instrumentierung sondern auch an der Stimme des Meisters und an der Stimmung des Albums liegt. Der erste Titel Oceans Away – eine ruhige Ballade –  beginnt mit einem Piano Intro, dann tritt der Gesang hinzu und dabei bleibt es auch bis 3:58 min, abgesehen von einigen kurze Passagen, in denen der Gesang zweistimmig gesetzt ist.

Das Klavier klingt auch in vielen der schnelleren Titel der CD klassischer als gewohnt, die Stücke als Ganzes allerdings kaum. Hier experimentiert er und man meint Randy Newman, Tom Waits oder Jonny Cash hätten noch den einen oder anderen Chorus gesungen.

Eine weitere Besonderheit des Album sind die drei kurzen, romantischen Klavierstücke ohne Gesang, die er Dreams 1- 3 nennt. In den Gesangsnummern tauchen ebenfalls einige musikalische Themen in mehreren Stücken auf, wodurch das Album musikalisch zusammengebunden wird.

Elton John on stage, Quelle: eltonjohn.com

Elton John on stage, Quelle: eltonjohn.com

Thematisch geht es in den Kompositionen von Elton John und Bernie Taupin ums Altern und damit verbunden um Vergangenheit, um Dinge die unwiederbringlich vorbei sind. Dass es mit Sir Elton John noch lange nicht vorbei ist, beweist er in diesem Album eindrucksvoll,  „Mit 66 Jahren…“ wusste ja schon der andere Mann am Klavier zu berichten.

Unbedingt mal reinhören!

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Über Andreas Leclaire

Freischaffender Pianist, Gründer des Lakeside Jazzclub Schwerin