Review: Breaking Bad – S05E14 – Ozymandias

Schwarz. Moira Walley-Beckett lässt den Zorn Gottes herniederhageln auf die armselige Brut der Gier. Der Goldregen aus Walters alternativer Zukunft versiegt im Sande To’hajiilees, wo überhaupt erst alles begann und die unfassbar deprimierende Episode Ozymandias ihren Einstieg findet. Einfach ätzend gut geschrieben und abgefilmt, wie sich die Protagonisten hier auf dem Pfad zur Hölle die Herzen aus dem Leibe schlachten.

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last Hank standing; Quelle: AMC/Ursula Coyote

last Hank standing; Quelle: AMC/Ursula Coyote

Dabei entwickelt sich der wahre Ekel eigentlich hinter dem Bild, denn trotz der abrupten Gewalteinschübe bleibt der Blutzoll recht überschaubar. Auf emotionaler Ebene hingegen schwingt ein unerbittlicher Henker die Axt. Die wundervolle Rückblende zu Beginn trägt mit ihrer nostalgischen Note entscheidend zur Wucht eines schmerzlichen Abschieds bei. Wir müssen uns von der heilen Welt der Whites und Pinkmans endgültig verabschieden. Die Karten liegen offen auf dem Tisch.

Der Titel bezieht sich auf ein berühmtes (von Walter eingangs rezitiertes) Gedicht des Schriftstellers Pery Bysshe Shelley aus dem Jahr 1817. Es geht darin um die Vergänglichkeit irdischer Werke. Analog also: Walters 80 Millionen Dollar oder sein Methimperium.

Verabschieden müssen wir zunächst einmal von Hank Schrader und Steven Gomez. Jessie kratzt so grade die Kurve, aber hoffnungsfroh mutet das nun nicht gerade an; Uncle Jack und seine Nazifamilie setzen den Jungen in ihre Methküche und steuern dem Script ein erstaunlich hohes Maß an Kälte und Niedertracht bei: Im psychopath department ist der Teufel los.

Walters vorerst letzte Worte an Jessie künden ihm bitterste Wahrheit. Er serviert Jack den einstmals so charmanten Hitzkopf auf dem Silbertablett (unter der Karosserie vom schwarzen Chrysler), nichtsdestotrotz tötet er ihn vorher: „I let Jane die!“ Sodann wird Jessie wie ein Tier abgeführt, verprügelt und in einen cook cage verschleppt. Ein Photo von Brock und Andrea erinnert ihn perfide an das Einzige, für das es noch zu kämpfen gilt. Todd, der wohl Gestörteste von Allen, hilft ihm beim kochen.

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Über Bowls Götzke

Bowls Götzke | Musiker, Schreiber, No-Budged-Filmemacher, Manager, Künstler, Motto: .sTyle ist nicht alles, aber ein Tyle davon.