Turn(er)stunde in Lindau. Frank Turner im Club Vaudeville

Er lacht, klatscht, schreit. Sein ungebrochener Enthusiasmus reißt mit, vom ersten Ton an. Frank Turner steht auf der Bühne des ausverkauften Club Vaudeville in Lindau und die Herzen wohl aller Menschen in der kleinen Konzerthalle gehören ganz ihm, seit er mit „I still believe“ das Konzert eröffnete. Die wenigsten wird er wieder freigeben. Nachdem die Vorbands John Allen und Lucero schon gut vorgelegt haben, ist der Club nun bis in die letzte Ecke gefüllt. Frank Turner erreicht das Publikum. Mit seiner unendlicher Energie und einer lockeren, ehrlichen Art.

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Frank Turner begeistert durch seinen lockeren Umgang mit dem Publikum. Foto: Lisa Kügel

Frank Turner begeistert durch seinen lockeren Umgang mit dem Publikum. Foto: Lisa Kügel

Seit Anfang September ist Frank Turner mit seiner Band, den Sleeping Souls, in Deutschland unterwegs. Für das deutsche Publikum feilte er in letzter Zeit weiter an seinen Sprachkenntnissen. Die Ankündigung zu „Peggy sang the Blues“ lautet also „Der Song ist über drei Dinge: Karten spielen, lange aufbleiben und Whisky trinken mit meiner Oma“, Eulogy spielt er in der deutschen Übersetzung und das Publikum fordert er auf, den „Hampelmann“ zu machen. Gesagt getan. Turnen mit Turner, klatschen war gestern und diesem Typ kann man sowieso nichts abschlagen.

Umso schöner ist es, Frank in Aktion zu erleben, als er nach einer kürzlich vorgenommenen Rücken-OP vom Arzt striktes Gitarren-Verbot hat. Frank ohne Gitarre, erst mal ein ungewohnter Anblick, Turners vielleicht etwas ratlose Arme ersetzten das fehlende Instrument dann aber durch große Gesten und besagte Turnübungen. Um seinen Rücken zu entlasten hatte kurzfristig sein Kumpel Dan Allen die Gitarre übernommen. In kürzester Zeit lernte der rund 20 Songs, die nun die Setlist der Show diktieren.

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