Tokio Hotel Stalkerclique – wenn Fans zu Feinden werden

Manche Leute haben auch wirklich nichts zu tun. Wie zum Beispiel eine französische Mädchenclique, die sich selbst „Les Afghanes on Tour“ nennt. Die Mädels, die meist vermummt rumlaufen und eine unglaubliche Hartnäckigkeit an den Tag legen, sind die „persönlichen“ Stalker der Teenie-Band Tokio Hotel.

Sie stellen der Band nach, verfolgen die Familienmitglieder der Musiker und provozieren

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule
Schlägereien herauf.

Quelle: Sieana Lyn / CC

Quelle: Sieana Lyn / CC

Wegen des Stalkings und diverser Gewaltandrohungen wurde wohl Strafanzeige gegen die Mädchen gestellt. Die wiederum hätten durch mithilfe ihres Anwaltes Tom Kaulitz wegen Körperverletzung angezeigt. Und so weiter, und so weiter.

Mir fällt dazu nur ein Spruch ein: „Bis einer heult.“ Klar, gestalkt zu werden ist keine schöne Sache – und selbst wenn Familienangehörige so massiv bedroht werden, dass Bill und Tom lieber bei Mama bleiben, als Flugreisen zu unternehmen und ihr Albumrelease voranzutreiben, können die armen Kleinen einem schonmal Leid tun.

Können – nicht müssen. Und wenn die ganze Geschichte schon so eine Wendung genommen hat, dass auch dem Stalking nur noch ein Anwalts-Papierkrieg geworden ist, sind die „kleinen Afghaninnen auf Tour“ wohl eher harmlos.

Bill, Tom und Co. sollen sich mal nicht so anstellen. Sie wollten die harten Rockstars spielen – nun können sie das ganze Showbusiness haben, mit all ihren Schattenseiten. Und dazu gehört nunmal, von Ex-Fans verfolgt und terrorisiert zu werden, bis die Schwarte kracht. Viele Promis haben / hatten ihre Stalker. Na und? So etwas gehört zum Erfolg und zur Berühmtheit einfach dazu.

Entweder sollen die Jungens weiterhin ihre „Schraaaaahiiiiie!“-Musik machen, Tausende pubertierende Mädchen in ausverkauften Hallen zum Heulen bringen und ihre Goldenen Schallplatten (viele verkaufte Platten sind noch kein Garant für Qualität) einheimsen. Gleichaltrige würde sagen: „Heul nicht.“

Schließlich geht das Leben weiter. Wenn selbst Pop-Prinzesschen Britney Spears trotz Medienrummel, Stalkerattacken, Alkohol- und Drogenproblemen es schafft, ein Comeback erster Güte (naja, wollen wir’s mal nicht übertreiben…) auf die Beine zu stellen und auf ihrer Circus-Tour Drahtseilakrobatin zu spielen, dann sollten Tokio Hotel mal nicht jammern.

Oder vielleicht ist das für die Teenie-Band auch DIE Gelegenheit, endlich (ENDLICH!!!) unsere Ohren zu schonen, ihre Karriere an den Nagel zu hängen, sich auf Bildung zu konzentrieren und etwas „Ordentliches“ zu machen? BWLer, KFZ-Mechaniker oder Grafikdesigner werden erfahrungsgemäß seltener gestalkt als Popstars.

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