Kuschelige Performance: The Wedding Present im Molotow

Der Keller des Molotows ist nicht überfüllt, sondern eher kuschelig voll, als die vier Musiker von The Wedding Present die Bühne betreten. Das Publikum ist an diesem Abend ungefähr gleich alt wie die Herren und eine Frau on stage, was den klaren Vorteil hat, dass einem die Sicht aufs Konzertgeschehen so nicht durch sekündlich in die Höhe pirschende Smartphones versperrt wird. Die „Greatest Hits“, die auf der diesjährigen Deutschland-Tour von The Wedding Present angekündigt worden, lassen aber erst mal auf sich warten.

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The Wedding Present waren auf ihrer "The Greatest Hits Tour" zu Gast in Hamburg. Foto: Karsten Jahnke Konzertdirektion.

The Wedding Present waren auf ihrer „The Greatest Hits Tour“ zu Gast in Hamburg.
Foto: Karsten Jahnke Konzertdirektion.

Los geht’s mit „Interstate 5“ vom Album „Take Fountain“, ehe auch Sänger David Gedge seine Fans in dieser „legendary venue“ begrüßt und vorerst ein paar B-Seiten ankündigt. Nach „Montreal“ wird Hamburg die Ehre zuteil, einen neuen Song erstmals live zu hören: „Two bridges“ kommt erstklassig bei der Zuhörerschaft an.

„Silver Shorts“, „Come Play With Me“, „California” oder „Flying Saucer” – dass es mit den Hits spätestens im zweiten Drittel der Show losgeht merkt man plötzlich auch daran, dass sich die Anzahl glücklich tanzender und singender Menschen im Raum verdoppelt. „Loveslave“ und „No Christmas“ sind weitere Klassiker, die nicht fehlen dürfen, ehe das Konzert nach rund eineinhalb Stunden seinem Ende zugeht.

Ach ja: Vorbands oder Zugaben können bekanntlich Andere. Das bekräftigt Gedge auch noch mal mit einem sehr herrlich klingenden „Wir zpielin keine Zugaben!“. Da das die meisten im Publikum eh schon wissen, gibt’s nach der obligatorischen Bandrundenvorstellung lang anhaltenden Applaus für eine sehr unterhaltsame Live-Performance von The Wedding Present.

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Über Anne-Kathrin Fischer

Musikredakteurin und Konzertgängerin aus dem schönsten Hamburg. Kein Event, kein Festival, kein Regenbogen ohne mich!