Katie Melua – „Ketevan“: Jazz-Blues-Pop und erfrischend kluge Songtexte

Seit zehn Jahren ist Katie Melua erfolgreich im Musikgeschäft tätig. Und dieses runde Jubiläum feiert die georgisch-britische Sängerin jetzt mit einer neuen CD. „Ketevan“ ist heute erschienen und das mittlerweile sechste Studioalbum der Sängerin. Neben ihrem langjährigen Produzenten Mike Batt hat sie diesmal auch mit anderen Partnern zusammengearbeitet. Ergebnis ist ein solides Katie-Melua-Album mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Jazz, Blues und Pop sowie einigen musikalischen und textlichen Highlights.

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"Ketevan" von Katie Melua ist seit heute im Handel erhältlich / Foto: Dramatico Entertainment

„Ketevan“ von Katie Melua ist seit heute im Handel erhältlich / Foto: Dramatico Entertainment

Geboren wurde Katie Melua in Georgien, was den Titel des neuen Albums erklärt: „Ketevan“ ist ihr Vorname in der Landessprache. Seit 2004 das Debüt „Call Off The Search“ erschienen ist, macht die heute 29-Jährige erfolgreich Musik: Jedes ihrer Alben hat Gold oder Platin erreicht. Letztes Jahr kletterte sie mit der Platte „Secret Symphony“ bis auf Platz 2 der deutschen Charts. Mit Radiohits hält sie sich allerdings eher zurück; sie ist eine Künstlerin der leisen Töne, der Longplayer, inspiriert von Blues und Jazz.

Auch bei den elf neuen Tracks auf „Ketevan“ bleibt Katie Melua ihrem Stil treu, schafft aber zum Beispiel mit „Love Is A Silent Thief“ einen außergewöhnlichen Song, der vom Rhythmus zunächst an den Peggy-Lee-Hit „Fever“ erinnert. Bei „Idiot School“ zeigt sich die Sängerin von ihrer selbstironischen Seite: „If there was a stupid degree / I’d be a qualified klutz / You gave all your loving to me / I gave you a kick in the…“ Durch das kluge Songwriting müssen die „bösen“ Wörter nie ausgesprochen werden, erreichen durch geschickte Strophenumbrüche aber dennoch den Hörkanal.

Ähnlichen Wortwitz findet man auch in „I Never Fall“: „When you fall in love too careless and too fast / It may never last, it’s a freighting view / You’ll fall down with a bump / I never fall, I always jump.” Zu den flotteren Songs auf „Ketevan“ gehört „Mad, Mad Men“. Musikalisch opulent erzählt Katie Melua davon, wie es immer die verrückten Männer und wilden Frauen sind, die die Welt verändern.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.