Paul Kuhn ist tot

Ein letztes Bier für den Mann am Klavier

Paul Kuhn, Jazz-Legende und neben Hazy Osterwald († 90) und Hugo Strasser (91) einer der großen Bandleader Deutschlands, verstarb heute im Alter von 85 Jahren in Bad Wildungen, wie Focus Online unter Berufung auf Kuhns Agentur meldet. Kuhn war einerseits der Unterhaltungsmusiker „Paulchen“, der die Nachkriegsgeneration mit Schlager („Der Mann am Klavier“) unterhielt und Filmmusiken für mehr oder weniger seichte Peter Alexander-Filme ablieferte, und andererseits ein Jazzer in der ersten Liga. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) bezeichnete ihn sogar als besten Jazzmusiker Deutschlands.

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Foto: Jazzclub Minden

Foto: Jazzclub Minden

Paul Kuhn wurde am 12. März 1928 in Wiesbaden in sehr armen Verhältnissen geboren. Sein Vater, der keinen Beruf erlernt hatte, schlug sich als Croupier in Spielcasinos durch. Kuhns musikalisches Talent machte sich früh bemerkbar. Als Kind spielte er bereits öffentlich Akkordeon, mit zehn bekam er den ersten Klavierunterricht. Seine Liebe zur Musik besiegelte er am Wiesbadener Konservatorium.

Neben seiner Arbeit als Komponist und Arrangeur zog es ihn auch vor die Kamera. Legendär sind seine Fernsehshows „Pauls Party“ und „Hallo Paulchen“ an der Seite von unter anderem Harald Junke und Peter Frankenfeld. In den 90er Jahre kehrte er wieder zu seiner alten Liebe Jazz zurück und tourte mit seinem Trio durch die Lande.

Nähere Einzelheiten zu Kuhns Ableben gab seine Agentur nicht bekannt. Paul, swing den Himmel, wir werden dich nie vergessen!

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