Anders als man denkt

Naidoos Video zur neuen Single „Der letzte Blick“

Für die einen ist er der ewig rumjammernde Schmalzbarde mit Hang zur Missionierung und Verbrüderung aller Völker. Ein unausstehlicher Gutmensch eben. Für die anderen aber ist er der Inbegriff gefühlvoller Poesie in der deutschsprachigen Popmusik. Ganz klar: Xavier Naidoo polarisiert. Aber ihm macht das nichts aus. Im Gegenteil: Nach der Single „Bei meiner Seele“ aus dem gleichnamigen Album folgt mit „Der letzte Blick“ nun das nächste Kapitel in Sachen omnipotenter Liebeslyrik. Allerdings hat der gute Mann aus Mannheim ein nicht unkluges Video dazu gedreht.

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Naidoos neue Single: "Der letzte Blick" (Quelle: Naidoo Records)

Naidoos neue Single: „Der letzte Blick“
(Quelle: Naidoo Records)

Denn anstelle sich visuell ganz dem Song unterzuordnen und erotisch aufgeladene Aufnahmen von zwei sich liebenden Personen und dergleichen abzudrehen, geht das Video in eine völlig andere Richtung. Nur die Anfangssequenz macht den Eindruck, dass es, wie zu erwarten, mit viel Gefühl zur Sache geht und in Close-Ups zwei sich berührende Lippen dem Zuschauer das wonnige Gefühl ungetrübter Harmonie vorgaukeln.

Was konkret im Video passiert, sei an dieser Stelle nicht verraten. Am besten selber testen. Auf der Künstlerseite wird das Video als „spannender als jeder Tatort“ bezeichnet. Gut, das ist natürlich übertrieben. Aber die thematische Richtung ist schon mal nicht verkehrt.

Zusätzlicher Anreiz, sich das Video zu Gemüte zu führen: Eine Riege bekannter deutscher Film- und Fernsehgrößen ist im Video zu „Der letzte Blick“ zu sehen. Wie viele habt ihr entdeckt?

Die Single erscheint am 27. September.

Hier geht’s zum Clip

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Über Daniel Dreßler

Freier Musikjournalist und Radiomoderator aus München. Befürworter der alternativen im Allgemeinen und der elektronischen Klangkunst im Besonderen. Der Strom macht die Musik!