Impro-Marionetten-Theater

Urnen zu, Vorhang auf!

Bringt eine Wahlparty die Wahrheit ans Licht? CDU-Spitze nicht aus Fleisch und Blut, sondern hölzerne, an goldenen Fäden dunkler Mächte hängende Puppen? Zur besten Sendezeit zappeln Kabinett & Co wie der Augsburger Puppenkiste entsprungen über die Bühne. Eine hagere Hexe, ein tanzendes Krokodil, ein singender Schutzmann. Mittendrin Merkel alias „Mama Wutz“. Der Horst als „See-Elefant“ und Pofalla als „Urmel“, dann wäre die Truppe komplett.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Pressefoto der Vorsitzenden Bundeskanzlerin Angela Merkel © Foto: CDU / Dominik Butzmann

Angela Merkel alias „Mama Wutz“
© Foto: CDU / Dominik Butzmann

Schön anzuschauen ist es ja nicht, aber zusammen tanzen ist besser, als alleine singen. Eine steife Gesellschaft. Dass die beim klatschen die Hände treffen, grenzt schon an ein Wunder. Was grölt der Schutzmann da? „An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit“? Unendlichkeit, so ein Quatsch. Ewig so rumzappeln, mit den Augen rollen und den Daumen heben, todlangweilig. Von wem ist das Liedchen? „Die Toten Hosen“. Passt irgendwie zu dieser Vorstellung.

Pressefoto des CDU-Generalsekretärs Hermann Gröhe © Foto: CDU / Laurence Chaperon

Das „tanzende Krokodil“ Hermann Gröhe
© Foto: CDU / Laurence Chaperon

Immerhin, Marionetten mit Mimik. Mal was Neues. An der Gestik müssen sie allerdings arbeiten. Aufdringlich, wenn sie einem so aufgesetzt zukniepen und vertraut mit dem Finger auf einen zeigen. Das sollten sie seinlassen. Und immer nur tanzen und singen. Auch wenn man aus der Mitte der Gesellschaft kommt, muss man ja nicht alles mitmachen.

Die tanzen immer weiter. Die haben gar kein Stück. Die wissen gar nicht, wie es weitergeht und wer noch alles mitspielt. Impro-Marionetten-Theater.

Das darf nicht wahr sein.

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