Apokalypse neben dem Moshpit

Metallicas 3D-Streifen „Through The Never“

Bereits am 12. September feierte „Through The Never“ Premiere in Berlin, ab 3. Oktober ist die 3D-Produktion aus dem Hause Metallica endlich in deutschen Kinos zu sehen. Ihr neuer Konzertstreifen ist jedoch weitaus mehr als ein schnöder Live-Durchmarsch der Metallica-Allzeithits: Halb epischer Konzertmitschnitt und halb reißerischer Endzeitfilm, mit „Through The Never“ verfrachten die Bay Area Thrasher ein wahres Monster auf die Leinwand.

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Metallice Throuth The Never

„Through The Never“ kommt am 3. Oktober auf die große Leinwand!
(Quelle: Ascot Elite Filmverleih)

Nach ihrem 2005 erschienenen, dokumentarisch angehauchten Filmdebüt „Some Kind Of Monster“, in dem sich das Psychoduo Hetfield & Ulrich öffentlich auf die Therapiecouch begab und seine Wunden leckte, fahren Metallica mit ihrem im IMAX-Format gedrehten 3D-Spektakel jetzt so richtig auf.

Unter der Regie von Nimród Antal verknüpft die Truppe imposante Live-Aufnahmen mit einer fiktiven Story, die parallel zum Konzertgeschehen abläuft. Während James Hetfield & Co. auf der Bühne stehen und das Publikum tobt, bricht auf den Straßen die Apokalypse los. Im Zentrum des Geschehens steht dabei der junge Roadie Trip (Dane DeHaan). Er erhält den Auftrag eine geheimnisvolle Tasche zur Konzertarena zurückzubringen. Leichter gesagt als getan. Trips Trip mutiert zur wahnwitzigen Reise durch den Vorhof der Hölle: bewaffnete Horden, Straßenschlachten und gespenstisch maskierte Reiter, die ihm nach dem Leben trachten, stellen sich ihm in den Weg.

Die Handlung um Trip wird beinahe dialoglos erzählt, und lediglich von den zeitgleich dargebotenen Songs untermalt. Das Konzert selbst hievt den Kinozuschauer mitten ins musikalische Geschehen. Hier stellen Metallica so gut wie alles auf die Bühne, was sich in 32 Jahren Bandgeschichte finden lässt – also ein perfektes Best of vergangener Shows. Elemente von Album-Covers wie Friedhofskreuze, eine riesige Justitia-Statue, Blitze erzeugende Teslaspulen gehören ebenso zum guten Ton wie bemannte Särge, brennende Techniker, das hauseigene Snakepit und eine eindrucksvolle Pyro- und Lightshow. Eingefangen wurde der Auftritt mit 24 3D-Kameras in Kanada.

Der Soundtrack zum Film ist bereits am vergangenen Freitag, den 20. September erschienen. Wie nicht anders zu erwarten, besteht das musikalische Werk zu „Through The Never“ aus der Setlist des Konzerts und bringt die ultimativen Metallica-Klassiker in ihrer Live-Version zu Gehör.

„Metallica: Through The Never“ kommt am 3. Oktober in die deutschen Kinos.

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Über Agnes Berndanner

Agnes Berndanner | Freie Musikjournalistin. Geboren in Weißenburg i. Bay., derzeit beheimatet in Mannheim. Studium der Theater-, Musiktheater- und Literaturwissenschaft an der Universität Bayreuth. Zu jeder Situation den passenden Soundtrack, doch zu Hause fühlt sie sich in den musikalischen Extremen.