Review der aktuellen Episode

Sons of Anarchy – S06E03 – Poenitentia

KG9 Maschinenpistole. Seriennummer abgerieben. Das ist so illegal, dass es eng werden könnte für die Söhne der Anarchie, denn mit einer eben solche Waffe wurden schließlich ein paar Kinder getötet. Durch die Hände eines Kindes.

Ja, im SAMCROW-Universum steppt der Brutalobär, und auch die Episode Poenitentia wartet wie üblich mit einigen Gewaltexzessen auf. Einer davon rückt Lee Torric in ein vollkommen neues Licht, was der story wieder zu etwas Schmackes verhilft.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Harte Kerle: SAMCRO; Quelle: © 2008 FX Networks, LLC. All rights reserved

Harte Kerle: SAMCRO; Quelle: © 2008 FX Networks, LLC. All rights reserved

Der Ex-Marshall feuert versehentlich auf sein one night stand und bringt die Sache dann eigennützig zu Ende. So viel zu “I am hurting people who hurt people, that’s always my endgame.”  Des Weiteren bricht er zwei harten Kerlen mit einer Flasche Bier die Zähne raus, Pointe: Drehverschluss. Shocking? Vielleicht. Die Serie arbeitet schließlich besonders effektiv in der comichaft überspitzten Eruptionen solcher Momente. Gewaltporno? Auf jeden Fall, und Sex gibt’s manchmal auch.

Drumherum gibt es ein paar Charakter, die in ihrer Zeichnung nur so vor sich hinblubbern. Die Drehbuchtexte der Serienmacher geben nämlich in der Regel nicht viel her. Der von Ron Pearlman verkörpte Clay Morrow zum Beispiel ist momentan übertrieben langweilig, denn hintern Gittern naturgemäß nicht sonderlich handlungsfähig. Sein Dialog mit seinem Stiefsohn ist Jax langweilig, sein Faustkampf mit drei Schwarzen ist langweilig. Seine komplette emotionale Entwicklung ist langweilig. Back to the terror.

Die Stimmen der Protagonisten sind so abgemischt, dass immer ordentlich Bass mitschwingt. Echte Männer halt, auch der Bubbi an der goldenen Spitze der holzschweren Gang-Tafel. Die braunstichigen Bilder suggerieren Geerdetheit, der Score bemüht Rocksongs und eine Spur Irish Blues. Sex, Gewalt, Lederjacken, Muskeln. Doch wo bleibt die Schwere in den Dialogen, Leute?

Breaking Bad macht euch vor, wie es wesentlich besser geht.

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Über Bowls Götzke

Bowls Götzke | Musiker, Schreiber, No-Budged-Filmemacher, Manager, Künstler, Motto: .sTyle ist nicht alles, aber ein Tyle davon.