Maria Mena im Gespräch

„Fuck you, I don’t care, thank you“

Deine Musik hat sich auf „Weapon In Mind“ auch verändert. Du hast mit Elementen elektronischer Musik und Hip-Hop experimentiert.
Ich wollte meine Komfortzone verlassen. Ich hatte das Gefühl, musikalisch gesehen immer dieselben Songs zu schreiben. Deshalb fragte ich mich: Wenn ich entscheiden könnte – und das konnte ich –, in welchem Genre würde ich mich gerne bewegen? Hip-Hop. Also setzte ich mich mit Produzenten zusammen. Meine Theorie ist, dass meine Stimme einen so hohen Wiedererkennungswert hat und meine Texte so persönlich sind, dass man die Songs in verschiedene Sounds verpacken kann und sie trotzdem noch nach mir klingen. Also habe ich es drauf ankommen lassen.

Maria Mena plant bereits jetzt ihre musikalische Zukunft / Foto: Kathrin Tschorn

Maria Mena plant bereits jetzt ihre musikalische Zukunft / Foto: Kathrin Tschorn

Willst du jetzt im Hip-Hop-Bereich bleiben?
Der Genrewechsel hat verändert, wie ich arbeite, und einen besseren Songwriter aus mir gemacht. Ich werde wohl noch eine weitere Platte mit den jetzigen Produzenten aufnehmen. Und danach nehme ich vielleicht alles auseinander und mache ein Album nur mit Klaviermusik. Das ist eine Herausforderung, denn man muss so starke Songs schreiben, dass ein Klavier alleine ausreicht, um sie zu transportieren.

Was willst du mit deiner Musik erreichen?
Vielleicht bin ich ein wenig egozentrisch, aber ich schreibe meine Songs für mich. Und ich denke, das ist auch richtig. Würde ich Lieder schreiben, um das Leben eines anderen zu verändern, wäre der Fokus falsch gesetzt. In erster Linie möchte ich mir selbst helfen – und hoffentlich sind wir alle nicht so verschieden. Wenn ich etwas sehr Ehrliches in meinem Wesenskern erreiche, dann erreiche ich das auch im Kern von anderen, ist meine Erfahrung. Und außerdem möchte ich mit meiner Musik auf Tour gehen.

Du spielst also gerne live?
Ich liebe es!

Worauf können sich denn deine Fans in Deutschland freuen?
Sie können sich auf eine Tour im Februar freuen (Tour-Termine am Ende des Artikels, Anm. d. Red.) und im Sommer werde ich auf einigen Festivals spielen.

Sprichst du denn Deutsch?
Nein. Ich kann „Dankeschön“ und „Ich liebe euch“ sagen.

Gibt es denn etwas, was du auf Deutsch gerne sagen können würdest?
Ich kenne ja schon „Scheiße“ und „Fick dich“. Vielleicht wollen die deutschen Fans ja Norwegisch lernen?

Vielen Dank für das Interview.
Ich danke.

Maria Mena auf Tour in Deutschland im Februar 2014:
02.02. Stuttgart
03.02. München
05.02. Köln
06.02. Frankfurt
07.02. Hamburg

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.