God Is An Astronaut on Tour – Too old to rock ‘n’ roll, too young to die

Glücklich dürfen sich die Amsterdammer schätzen, denn die können noch erleben, was in Köln schon heute Geschichte ist. Mit einem Konzert der Marke „Weggeblasen wird“ überzeugte die irische Post Rock-Formation God Is An Astronaut gestern ein gut gefülltes „Gebäude 9“ zu Köln. Im Gespräch mit amusio stimmt Keyboarder Jamie Dean indes den beiden Hauptkritikpunkten zu: die Posen zu rockig, der Sound zu breiig – und dennoch: a night to remember! Und heute erholen wir uns in Köln zu Tode … oder fahren für 19 Euro mit dem ICE ins „Paradiso“ nach Adam. So oder so, es gibt immer was zu meckern oder zu jammern – auf höchstem Niveau.

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God Is A Headlight (Stephan Wolf)

God Is A Headlight (Stephan Wolf)

An der Pissrinne im „Gebäude 9“ raunzt ein ca. fünfzigjähriger Spontanbesucher seinem Strullernachbarn zu: „He, die waren aber echt gut.“ Dabei hatte er (wie der Strullernachbar und gut 400 andere Gäste auch) gerade mal die Vorband, „Death Letters“ gedanklich ratifiziert. Das Duo, Schlagzeug und Gitarreneffekte, kam mit ihrer Mischung aus Punk und Post Rock schon ganz gut, doch sollte sich das Projekt dringend um einen Sänger kümmern, der Spannung nicht nur jaulen, sondern auch aufbauen kann.

Als dann gegen 21:30 – endlich – God Is An Astronaut die Bühne betraten, schlug die Stimmung schlagartig um: vom lockeren Zusammensein unter Gleich- und Ähnlichgesinnten in Schadensbegrenzung unter Orkanopfern.

Gottes Antlitz (Stephan Wolf)

Gottes Antlitz (Stephan Wolf)

Wuchtvoll von einer ausgeklügelten Mischung aus Alt und Neu getragen, einigte man sich schnell darauf, dass das Leben nun einmal kein Ponykarussell darstelle, und dass man „da jetzt durch müsse“ (so der Pissrinnen Zufallsbeobachter).

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