Bosse gewinnt Bundesvision Song Contest

„Und wir sitzen im Wartesaal und warten mal, aufs Glücklichsein“. So klingt Bosse (33), wenn er traurig ist. „Was gut ist, wird passieren“, sang er gestern abend und so kam es dann auch. Zum 9. Bundesvision Song Contest 2013 trat der Singer-Songwriter am Donnerstag gegen 15 weitere Acts an. Neben Max Herre, Mac Fitti, Pohlmann, Guaia Guaia und einigen Newcomern, musste er sich vor allem gegen seinen stärksten Konkurrenten, Johannes Oerding, behaupten.

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Mit „So oder so“ fegte er nicht nur trübe Gedanken, sondern auch den Hamburger ins Aus, der mit „Nichts geht mehr“ quasi schon im Vorfeld seine Niederlage besang.

Musikalisch eröffneten Xavier Naidoo und Kool Savas die Live-Show in der SAP Arena in Mannheim. Stephan Raab, der die Veranstaltung 2005 ins Leben rief, führte mit Kollegin Sandra Rieß ermüdend langatmig durch den Abend, im Gegensatz zu den Kontrahenten aus den 16 Bundesländern, die fast alles gaben, um Kurzweil aufkommen zu lassen. Geschmacklosigkeiten nicht ausgenommen.
Neben Blinke-Anzügen, Kommentaren wie: „Wir freuen uns, euch heute abend ins Gehirn scheißen zu dürfen“, eine Braut mit Brusthaaren beim Homo-Knutsching, sowie The Toten Crack-Huren im Kofferraum, war an Provokation so ziemlich alles vertreten.

Letztendlich aber siegte das Understatement: Akil Bosse und Johannes Oerding lagen im Finale nur wenige Punkte auseinander. Also völlig egal wie es ausgegangen ist, es wäre ohnehin gut geworden.
So oder so.

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