Der Song aus Silver Linings

Es gibt besondere Filme, die einen auf ehrliche Weise trösten. Nicht die Sorte, die einem etwas vorspielen von den Kinderträumen, die ja doch irgendwie mit Aufwand, persönlicher Widmung und Mühe alle zu erreichen sind, sondern jene die zuallererst etwas vom Scheitern verstehen und erzählen. Eigentlich ist der Subtext von Silver Linings Playbook ein überbenutzter Psychologenspruch: „Du musst hart an dir arbeiten und positiv bleiben, dann hast du eine Chance auf den Silberstreifen“.

 

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Quelle: Senator

Quelle: Senator

Passend dazu Lost In My Mind, gesungen von The Head and The Heart, das bereits im Trailer auftaucht und diese eigenwillig-melancholische Hoffnung ausdrückt, die nicht ganz frei von Pathos auf eine subtile Schönheit in einem allzu verkorksten Dasein hinweist. In den Neurosen blühen also doch die schönsten Blumen.

The Head and the Heart stammen aus Seattle und veröffentlichen auf dem legendären Subpop Label, das sich vorallem im Grunge-Bereich einen Namen gemacht hat. Die Bandmitglieder trafen sich gewissermaßen zufällig auf Open Mic Nights in Seattles Conor Byrne Pub. Nachdem man ganz D.I.Y. einige selbstgebrannte CDs unter die Leute gebracht hatte, wurde Subpop auf die Band aufmerksam, die das Album 2010 neu masterten und rereleasten.

Das selbstbetitelte Debüt erreichte in den USA auf der Liste U.S. Billboard Folk Albums Platz 3.

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Über Fabian Vallon

Seit 4 Jahren in Frankfurt wohnhaft, über den Punk zu Techno gekommen, immer ziellos in der Stadt unterwegs, produziert selbst unter dem alias quantities, Teil des Untergrunds, mag Slavoj Zizek und sammelt alte Spex-Ausgaben.