Marke Softporno: Adjowas 8Ball EP

Seine Labelväter, die Kelly-Zwillinge, hat Adjowa auf einem Bristoler Boogienight-Jam namens Ghettospheric kennengelernt, auf der er ziemlich besoffen seine Freundin blamiert hat. Die beiden Tracks 8 Ball und Red Leather hat Adjowa vor 2 Jahren geschrieben, alles Hardware versteht sich. Vor einiger Zeit hat der Jetzt-Londoner in Berlin gelebt, wollte sich als Künstler versuchen, hat sich jedoch aufs Kiffen beschränkt und kam so recht schnell wieder zurück in die UK. Eine klassische Karriere also.

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8 Ball, Quelle: Happy Skull

8 Ball, Quelle: Happy Skull

Adjowas neue EP 8 Ball wurde schon für den Moneyshot des DJ Mags im Oktober herangezogen und erscheint jetzt auf Happy Skull mit der Katalognummer 2. Das DJ Mag gab dem Teil ganze 9 von 10 Punkten, ich bin da etwas reservierter. 8 Ball schüttet einem erstmal eine Überdosis Arp in den Rachen, man hat das Gefühl in einem alten Scifi-Movie durch einen Asteroidenregen zu fliegen. Irgendwie ist das ganze Ding auch unglaublich Retro, erinnert an Spielautomaten. Dazu noch die sphärische Stimme, die einem in den blinkenden, funkelnden Sternenbrandungen zuzwinkert.

Also retro: Red Leather könnte genauso gut aus der MJ-Ära stammen, groovy, funky und übermäßig viel scharfe Fläche. Vielleicht ist das ja eine Art Hommage an Adjowas Musikerverwandschaft, die er bis ins Jahr 1900 zurückverfolgt hat. Irgendwie ist das zwar alles ganz geil, aber halt auch nichts neues. Ein Trans-Generationen-Highfive oder so. Irgendwo zwischen Magnum und Softporno.

 

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Über Fabian Vallon

Seit 4 Jahren in Frankfurt wohnhaft, über den Punk zu Techno gekommen, immer ziellos in der Stadt unterwegs, produziert selbst unter dem alias quantities, Teil des Untergrunds, mag Slavoj Zizek und sammelt alte Spex-Ausgaben.