Todesstoß für YouTube?

Was ist Vevo?

Seit Anfang dieser Woche sind die Musikclips auf der Videoplattform Vevo auch in Deutschland anschaubar. Das amerikanische Unternehmen gilt als direkter Konkurrent des hierzulande bisher größten Videoportals YouTube. Aber sind sich Vevo und YouTube tatsächlich so ähnlich? amusio erklärt, wozu man Vevo braucht, was man damit anstellen kann und verrät, ob der Neuling den alten Hasen vom deutschen Markt verdrängen wird.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Seit dem 1. Oktober 2013 auch in Deutschland: Vevo / Foto: vevo.com

Seit dem 1. Oktober 2013 auch in Deutschland: Vevo / Foto: vevo.com

Während bei YouTube oftmals der nervige schwarze Bildschirm mit dem Hinweis „Dieses Video ist in Deutschland nicht verfügbar, weil es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden“ erscheint, hat Vevo diesen Felsen umschiffen können. Das Unternehmen hat sich mit der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte – so der ausgeschriebene Name der GEMA – über die Verwertung von Musikrechten geeinigt. Daher sind seit dem 1. Oktober 2013 alle auf Vevo veröffentlichten Musikvideos in Deutschland – wie auch in 200 anderen Ländern der Welt – sichtbar.

Obwohl für viele deutsche User Vevo – gesprochen „Vivo“ – noch ein Fremdwort ist, spielt die 2009 gelaunchte Plattform schon lange ganz oben mit. Für viele Künstler-Accounts auf Facebook und zahlreiche Online-Portale liefert Vevo die Musikvideos. Ähnlich wie bei YouTube kann man sich auf vevo.com einen Benutzeraccount (das geht auch mit den Facebook-Anmeldedaten) anlegen, sich mit Freunden vernetzen und Playlists erstellen. Für alle mobilen Geräte gibt es Apps; Vevo ist auch über Connected TV (AppleTV, XboX) und integrierbare Video-Player verfügbar. In den USA und Kanada sendet die Plattform bereits ihren eigenen Musikkanal VEVO TV.

Bedeutendste Plattform für Musikvideos

Hauptgeschäft von Vevo sind Musikvideos. Für den von Sperrbildschirmen geplagten deutschen User eröffnen sich hier Möglichkeiten, an die hierzulande wohl fast niemand mehr geglaubt hat: Offizielle Musikvideos der Lieblingskünstler können wieder via Internet angeschaut werden. Neben den ca. 75.000 Musikvideos bietet Vevo auch Originalmusikserien, Backstage-Material, Videos von Live-Performances und Interviews mit Künstlern. All das kann man, wie bei Konkurrent YouTube auch, teilen, liken, twittern und einbetten. Darüber hinaus kann Vevo sich mit der eigenen iTunes-Bibliothek synchronisieren und so aufgrund persönlicher Präferenzen automatisch Wiedergabelisten erstellen.

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!

Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.