Noch Musikvideo oder schon Porno?

Rihanna veröffentlicht erste Einblicke ins Making Of ihrer neuen Single „Pour It Up“

Obszön, klischeehaft und gewollt provokativ – da fragt man sich: ist das noch Musik?
Die Frau hat eine Menge Geld und will uns in ihrer neuen Single „Pour It Up“ wissen lassen: „Auch wenn ich ständig Geld ausgebe“ – „I still got more Money“. Welch eine interessante Information, mit der uns die 25-jährige Sängerin da versorgt. Als Szene für das „Musik-Video“ zur Single dient ein urbaner Stripclub, in dem alles um nackte Haut, Pole-Stangen, ums Twerken und wohl am wichtigsten um Geld, geht.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Rihanna veröffentlicht Maiking Of zu ihrer neuen Single "Pour It Up". (Foto: Karen McGurk @FlickR)

Rihanna veröffentlicht Maiking Of zu ihrer neuen Single „Pour It Up“. (Foto: Karen McGurk @FlickR)

Klar Rihanna ist nicht die erste, die aus Musikvideos Sexvideos macht. Die männlichen Hip Hop- und R&B-Sänger Raheem Devaughn, Nelly, Lloyd Banks und Ludacris haben längst bewiesen, was sie davon verstehen ein sexy „Musicvideo“ zu drehen. Rihanna aber treibt das Ganze auf die Spitze und das von Seiten der Frau. Da kommt nicht mal eine Miley Cyrus mit ihrer Abrissbirne, auf der sie in ihrem Video „Wrecking Ball“, so gut wie nackt, hin und her reitet, an.

Was Mann kann, kann Frau erst recht
Vielleicht ist es nur fair, wenn die Frauen der R&B- und Pop-Musik sich rausnehmen, auch „sexuelle Anspielungen“ in ihren Songs zu machen. Sie werden `scheinbar´ nicht mehr von Männern dazu angeleitet ihre Liedzeilen mit Dirty-Talk voll zu schreiben oder „zu wackeln was sie von ihrer Mutter mitbekommen haben“. Ja es gibt sogar Bewegungen von Frauen, die für eine Gleichberechtigung in der R&B-Musik stehen.
Im April diesen Jahres veröffentlichte K. Michelle den Song „I Just Wanna“, in dem sie ihre Lust auf Körperliches und nur das ohne Kuschel- oder Beziehungsverpflichtungen danach, verständlich macht. Auch das Video von „Keri Hilson – The Way You Love Me“ kann man sich dazu mal ansehen.

Aber ob das nur in die richtige Richtung geht..

Omnipotenz und Geld wohin das Auge reicht
In Rihannas neuem Song „Pour It Up“, was so viel bedeutet wie „Wirf es hoch“, das gute Geld ist natürlich gemeint, geht es nach dem veröffentlichten Maiking Of um Macht, Geld und Sex. Ein interessantes Bild der Wirklichkeit, welches sie dort zeigt.
„Rihanna Making Of – Pour It Up“

Rihanna ein Vorbild
Bitte nicht! Aber es geht kein Weg daran vorbei Stars und Sternchen sind Personen für die ein öffentliches Interesse vorherrscht, Personen die von der Masse thematisiert werden, die unterhalten und die eben oftmals als Vorbild dienen.
Zur Zeit sind Eltern von Kindern im Teenie-Alter nicht zu beneiden. Man stelle sich nur vor, die eigene Tochter hört und vor allem sieht sich den neuen Song von Rihanna an, hier und da ein Paar „Dancemoves“ nachahmend.. Kein Einfluss den Eltern gerne sehen dürften.

Pornografisierung von Musik und ein Benehmen in der Öffentlichkeit, wie es sexualisierter, provokativer und `ungläubiger´ kaum sein könnte.
Geld ist ihr wichtig, Geld ist ihr lieb und irgendwie ist es ja auch alles was ihr noch blieb. Würde, Anmut und Klasse mussten längst dem „Porno-Stil“ weichen.

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Über Mela Scheider

Geboren bin ich 1987 in Berlin, somit habe ich Teile meines Lebens in B-Town verbracht, andere Teile wiederum in Bremerhaven. In Berlin habe ich Journalismus studiert und habe im Bereich TV, Radio und Print gearbeitet.