Die Fidel im Anschlag

David Garrett ist Niccolò Paganini: „Der Teufelsgeiger“

Einen exzentrischen Rockstar des 19. Jahrhunderts verkörpert David Garrett in seiner ersten Kinorolle. In „Der Teufelsgeiger“ spielt der deutsche Violonist den berühmt-berüchtigten Geiger und notorischen Frauenhelden Niccolò Paganini – eine Rolle, wie für ihn gemacht. Regisseur und Drehbuchautor Bernard Rose bringt den europaweit gefeierten Musiker und Virtuosen ab dem 31. Oktober auf die Kinoleinwand.

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"Der Teufelsgeiger" David Garrett Niccolo Paganini

„Der Teufelsgeiger“: David Garrett gibt sein Filmdebüt als Violinvirtuose Niccolò Paganini
(Quelle: Universal Film GmbH)

Die Rolle scheint ihm wie auf dem Leib geschneidert – Stargeiger David Garrett gibt sein Filmdebüt als berühmtester Violonist aller Zeiten: Niccolò Paganini (1782-1840), der nicht nur durch sein musikalisches Talent und seine überragende Spieltechnik seine Zeitgenossen faszinierte, sondern auch durch sein wildes Auftreten, seine sagenumwobenen Allüren und Skandälchen. Man vermutete gar, er stünde mit dem Teufel im Bunde.

„Der Teufelsgeiger“ zeigt Paganini 1830 auf dem Höhepunkt seiner Karriere – das Publikum und vor allem die Frauenwelt liegen ihm zu Füßen, einzig London muss noch von seinem musikalischen Genie überzeugt werden. Der britische Impresario John Watson (Christian McKay) und seine Geliebte Elisabeth Wells (Veronica Ferres) wollen sich seiner annehmen und riskieren ihren gesamten Besitz, um den Virtuosen in die britische Metropole zu holen.

In London angekommen, ist Paganini der Starrummel und die tumultartigen Aufläufe bald überdrüssig und er verkriecht sich in seiner Unterkunft. Einzig die junge Sängerin und Tochter des Gastgebers Charlotte (Andrea Deck) weckt seine Aufmerksamkeit.

Seinem geschäftstüchtigen Manager Urbani (Jared Harris) ist diese Liaison gar nicht recht, tut er doch alles, um den widerspenstigen Geiger bestmöglichst zu vermarkten: Die Gerüchteküche um Paganinis zahlreiche Liebschaften brodelt. Urbani treibt die Spekulationen nur noch weiter und gießt stetig Öl in das lodernde Feuer aus Skandale und Geheimnisse. Eine teuflisches Spielchen nimmt seinen Lauf.

„Paganini war der erste Rockstar, ein exzentrisches Genie. Ich glaube, dass die tragische Geschichte von Paganini zeitlos ist und sie wird jeden, der Musik und das Leben liebt, inspirieren“, so Garrett über seine erste Filmrolle.

Zusammen mit Frank von der Heijden hat Garrett außerdem die Filmmusik geschrieben. Seine Versionen von Paganinis Stücken spielt der Stargeiger natürlich selbst.

„Der Teufelsgeiger“ kommt am 31. Oktober in die deutschen Kinos.

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Über Agnes Berndanner

Agnes Berndanner | Freie Musikjournalistin. Geboren in Weißenburg i. Bay., derzeit beheimatet in Mannheim. Studium der Theater-, Musiktheater- und Literaturwissenschaft an der Universität Bayreuth. Zu jeder Situation den passenden Soundtrack, doch zu Hause fühlt sie sich in den musikalischen Extremen.