Fremdschämen bringt Klicks

Polizei NRW Rap erfolgreich im Netz

Die Bewerbungsfrist für Ausbildungsstellen bei der Polizei NRW ist am 2. Oktober abgelaufen. Das speziell für die Bewerber produzierte Video der Polizei NRW schlägt hingegen noch immer hohe Wellen im Internet. Das rappende Polizisten-Duo wird noch immer in der Netzgemeinde kontrovers diskutiert. Einige humorlose Zeitgenossen wollen nun sogar mit Beschwerden und Anzeigen gegen die Polizei NRW vorgehen, weil sie das Ansehen einer polizeilichen Behörde beleidigt sehen. Die zuständige Polizeibehörde in Nordrhein-Westfalen kann allerdings mit dem Ergebnis des Videos hoch zufrieden sein.

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6.000 Euro Produktionskosten
Im Internet wurde das Video mit fast einer Million „Hits“ bedacht, nahezu alle Print-, TV- und Internetmedien haben ausführlich über das Video berichtet. Auch wenn hier nur zwei Polizisten mit Ghettoblaster und schlechten Reimen ihrem Bewerber Thorben zum neuen Job gratulieren. Nicht schlecht für eine Werbe-Produktion, die gerade mal 6.000 Euro gekostet hat (Aussage des Pressesprechers der Polizeibehörde). So wird wenigstens das Steuersäckel bei den Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei geschont.

Polizei-Rap statt Gangster-Rap. Foto: Polizei NRW

Polizei-Rap statt Gangster-Rap. Foto: Polizei NRW

Stern der Woche
Am vergangenen Mittwoch gab es via „Stern TV“ noch den „Stern der Woche“ als Auszeichnung für die peinlichste Darbietung der letzten Tage. Aber auch so eine Auszeichnung bringt natürlich wieder Aufmerksamkeit. Bis jetzt müsste also der letzte Trottel in der Republik gemerkt haben, dass die Polizei in Nordrhein Westfalen Nachwuchs sucht, also nichts wie hin und bewerben.

Clip von „Schwenker&Schmidt“
Dass es auch anders geht, zeigt ein Video, dass für die Polizei Hamburg wirbt.

„Schwenker und Schmidt“ vom „Alsterradio Hamburg“ haben mit Handpuppen und Wortwitz einen speziellen Polizei HH-Bewerbungs-Rap vertont. Man kann sagen – „that’s the sound of the Kiez“. Vielleicht wirbt demnächst die katholische Kirche ihren Priesternachwuchs mit einem dunklen Death-Metal-Clip an – wer weiß?

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Über Guido Kaiser

Guido Kaiser | Studium: Germanistik und Medienwissenschaften - Beruf: Redakteur für verschiedene TV-, Print- und Online Medien - Tätigkeit: Presse-, Medien- und Marketingberatung - Hobbys: Musik verschiedenster Stile, Sport - besonders Fußball, Hunde