Furioser Tour-Auftakt

Trombone Shorty rockt Darmstadt

In der Centralstation in Darmstadt startete Trombone Shorty am 4.10. seine Herbsttour in Deutschland mit einem grandiosen Funkrock-Hochamt. Die Studioplatten, wie etwa das im September erschienene dritte Album „Say That To Say This“, sind für sich genommen schon sehr gut. Aber die Präsenz und Energie, die Shorty und seine Mitstreiter live auf die Bühne bringen, lässt sich im Studio schlicht nicht einfangen. Der italienische Soul-Crooner Luca Sapio hatte das Publikum mit seiner Band gut vorgewärmt, Trombone Shorty & Orleans Avenue spielten aber in einer ganz anderen Liga.

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Trombone Shorty lässt sich feiern. Foto: Heinz Porten

Trombone Shorty lässt sich feiern.
Foto: Heinz Porten

Schon mit den ersten Tönen der Band ist klar, dass dies kein Abend der leisen Töne wird. Als Troy Andrews alias Trombone Shorty mit Trompete und Posaune die Bühne betritt, legt die Band noch einen Zahn zu und entfesselt ihre mitreißende Funkrockmelange, der sich an diesem Abend niemand entziehen kann. Drummer Joey Peebles und Bassist Michael Ballard treiben die Songs energisch voran, Gitarrist Pete Murano bringt eine ordentliche Portion Rockfeeling mit in die harten Funkbretter ein, die Shorty und seine Band in der ersten Hälfte des Konzerts über die Bühne wuchten.

Tourauftakt in Darmstadt. Foto: Heinz Porten

Tourauftakt in Darmstadt
Foto: Heinz Porten

Trombone Shorty gibt dabei den Funk-Zampano, er puscht seine Band, singt mal energisch, mal gefühlvoll und treibt die Stücke mit aberwitzigen Soli an Posaune und Trompete voran. Er wird dabei von Tim McFatter am Tenor- und Dan Oestricher am Bariton-Sax unterstützt. Ein einziges Mal lässt er an der Trompete mit einem anspruchsvollen Solo seinen Bezug zum Jazz durchscheinen, ansonsten dominieren an diesem Abend treibender Funkrock und satter New-Orleans-Groove.

Das Publikum geht voll mit

Das ist auch gut so, denn das Publikum in der Centralstation geht voll mit und lässt sich bereitwillig von der Energie und guten Laune der Band anstecken. Drummer Joey Peebles etwa bekommt sein Dauergrinsen nicht aus dem Gesicht, man sieht der Band und Shorty in jedem Moment den Spaß an, den sie mit sich und dem Publikum haben.

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